Und er war notwendig, lebensnotwendig. Das sagt die 40-Jährige selbst, die jetzt erstmals über ihre Alkohol-Abhängigkeit und Depressionen spricht. Im Fernsehe-Gespräch mit Freundin Frauke Ludowig (Sendetermin 4. Februar, 21.15 Uhr, RTL). Und in einem Interview mit der "Gala" (erscheint am 31.1.), in dem die einstige Party-Nudel eine schonungslose Beichte ablegt.
Sechs Wochen war Elvers-Elbertzhagen in einer Suchtklinik, nachdem sie erst im Desolat-Zustand in der NDR-Sendung saß, und danach weitertrank, bis sie auf der Toilette des Altonaer Restaurants von Stefan Henssler ohnmächtig zusammenbrach. "Der Arzt hat bei der Einlieferung gesagt: Sie haben noch sechs bis acht Wochen zu leben", so Elvers-Elbertzhagen in der "Gala". Die einige Rettung: Der Entzug.
Jenny stark angetrunken im September 2012 zu Gast in der NDR-Sendung "DAS!" mit Bettina Tietjen (r.). Foto: hfr
Jenny stark angetrunken im September 2012 zu Gast in der NDR-Sendung "DAS!" mit Bettina Tietjen (r.). Foto: hfr
Schlaflosigkeit und Depressionen seien die Ursache für den immer exzessiver werdenden Alkoholkonsum gewesen.
"Meine Tagesdosis war vormittags eine Flasche Sekt, nachmittags eine Flasche Wein und abends eine Flasche Wodka. Oder eine Flasche Whiskey oder eine Flasche Gin." Erst in der Therapie sei ihr klar geworden, wie schlimm es um sie stand: "Ich wollte mich zu Tode trinken."
Die Schauspielerin befindet sich weiter in professioneller Behandlung, nimmt jetzt Medikamente gegen ihre Depressionen. Auch Ehemann Götz Elbertzhagen (53) und Sohn Paul (11) geben ihr Kraft. Die Angst vor einem Rückfall aber bleibt. Elvers-Elbertzhagen gesteht: "Ich denke jeden Tag an Alkohol."
Alkoholsucht: Das sind die Symptome
Die Alkoholkrankheit kann bereits durch regelmäßigen Konsum kleiner Mengen beginnen. Nicht immer fallen die Betroffenen durch häufige Rauschzustände auf. Die Krankheit ist von außen oft nicht bemerkbar. Ist der Betroffene weiterhin leistungsfähig, spricht man von einem funktionierenden Alkoholiker. Die Krankheit verläuft oft relativ unauffällig und langsam, meist über mehrere Jahre hinweg. Den Betroffenen wird die Schwere ihrer Krankheit oft nicht bewusst.