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Preis-Geschacher um Boxer-Erbe: Heide-Posse um das Schmeling-Haus

Max Schmeling mit seiner Frau Anny Ondra vor ihrem Haus mitten im Wald in Wenzendorf bei Hollenstedt.
Max Schmeling mit seiner Frau Anny Ondra vor ihrem Haus mitten im Wald in Wenzendorf bei Hollenstedt.
 Foto: dpa

Ein unscheinbares Haus mitten im Wald bei Hollenstedt – hier hat Box-Legende Max Schmeling (1905-2005) seinen Lebensabend verbracht. Nun ist ein heftiger Streit um das inzwischen verfallene Gebäude entbrannt.


Das Grundstück ist ein Traum: 87000 Quadratmeter mitten im Wald in der Gemeinde Wenzendorf (Kreis Harburg). Als der Schwergewichtsboxer und erfolgreiche Geschäftsmann 2005 im Alter von 99 Jahren starb, fielen Grund und Immobilie an die Gemeinde. So hatte es Schmeling im Testament verfügt.

Bis 2008 lebte Schmelings Krankenschwester in dem 1951 erbauten Haus, seitdem steht es leer. Immer wieder meldeten sich Interessenten, wollten eine Tagungsstätte, ein Café oder ein Museum errichten. Doch aus den Plänen wurde nichts. Zuletzt machte jetzt ein Münchener Geschäftsmann den Vorstoß, dort eine Gedenkstätte für Schmeling – immerhin einen der weltweit berühmtesten deutschen Sportler überhaupt – zu errichten.

Doch laut „Hamburger Abendblatt“ wollte der Interessent nur einen „symbolischen Preis“ zahlen. Da legte sich Wenzendorfs Bürgermeister Manfred Cohrs quer. Er glaubt nicht daran, dass genügend Besucher kommen und fordert auch einen reellen, vielleicht sogar ideellen Preis für das Anwesen im Wald. Kommenden Donnerstag soll nun in einer Ratssitzung über die Zukunft des Schmeling-Hauses entschieden werden.


Von einer „Provinzposse“ spricht in diesem Zusammenhang der Hamburger CDU-Politiker Volker Okun : „Max Schmeling war ein Aushängeschild für Hamburg. Jetzt muss sich die Stadt engagieren. Entweder in Wenzendorf oder mit einem Museum in einer der Arenen der Stadt. Es ist nicht mit einer Umbenennung einer Nebenstraße im Volkspark getan.“ Okun fordert, dass die „Weltstadt der Provinzposse in der Nordheide ein Ende bereiten muss“.

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