Die 90er – das goldenen Zeitalter von Michael Ammer. Wohin er auch die Party-Karawane führte, sie folgte. Heiner Lauterbach, Marek Erhardt, Jenny Elvers und immer wieder Dieter Bohlen.
Zunächst ins Trinity an der Eimsbütteler Chaussee, wohin er Prince drei Nächte locken konnte. Wo ein Bandmitglied von Depeche Mode auf den Teppich pinkelte und Grace Jones auf einem Pferd hineingeritten kam.
Während man in der Techno-Szene in schlichten Hallen zu den Beats tobte, funktionierte Ammers Konzept immer gleich: Schampus, Schein und schöne Frauen.
Seine Jünger folgten ihm ins „Valentinos“ und immer wieder ins Traxx. „Das Traxx war DAS gesellschaftliche Mekka, da musste man rein“, erinnert sich Gastronom Stephan Kolba, der dort mit seiner Event-Agentur „Park Projekte“ die ersten Partys veranstaltete. „Das war neben dem Trinity die erste schicke Disco mit Lasershow. Musikalisch aber eher Standard – Dance-Classics und Co.“
Teure DJs waren Ammer nicht wichtig: „Es gibt keine besseren Animateure als Models, die gratis saufen dürfen“. Mit ihnen hoben Scooter, Moritz Bleibtreu, und Mickey Rourke die Gläser. Anrüchig war Ammer noch nicht. Erst später gab’s für den Partykönig Ärger: Koks, Sex, Körperverletzung.
Höhepunkt: Ein Schläger brach ihm dreifach den Kiefer, blutüberströmt lag Ammer am Boden. Doch er winkte danach ab: „Alles halb so schlimm!“
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