Er spielt am besten Kleinkriminelle, sterbende Selbstmörder oder Killer. Hauptsache, gebrochene Figuren. Jetzt spielt Jürgen Vogel ’nen Opa. Auch keine leichte Aufgabe… Am Donnerstagabend kam der Schauspieler ins Abaton-Kino (Rotherbaum), um seinen neuen Film in einer Preview zu präsentieren.
„Quellen des Lebens“ heißt die melancholische Familiengeschichte (Kinostart 14. Februar) von Regisseur Oskar Roehler. Ebenfalls dabei: Moritz Bleibtreu, Meret Becker, Kostja Ullmann.
Vogel (44) alterte für seine Rolle mal eben um mehr als 40 Jahre. „Ich spiele den Kriegsheimkehrer Erich, der versucht, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Fünfeinhalb Stunde saß ich dafür jeden Tag in der Maske, trug dicke Silikonschichten im Gesicht, mit denen alles dicker war: die Nase, die Ohren. Und auch mein Bauch wurde ausgestopft – super!“
Der gebürtige Hamburger fährt seitdem voll aufs Opa-Sein ab. „Kaum hast du dieses Kostüm an, bewegst du dich auch gleich viel langsamer. Und dann die Leute um mich herum am Set: Die haben mir ständig die Autotür aufgehalten und immer ganz lieb gefragt ,Willste noch ’nen Kaffee?’ Ich war da wirklich der Opi am Set.“
Die tiefen Falten, das hängende Kinn, die gelblichen Zähne – all das fand „Opa Jürgen“ interessant. „Ist doch spannend zu sehen, wie ich mal aussehen werde, so in zwei bis drei Jahren“, scherzt er. Der vierfache Vater mit Wohnsitz in Berlin könnte im Übrigen wirklich bald Opa werden. Seine älteste Tochter Maria wird schon 25 ...
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