„Geburtstag ist ein schöner Tag, ich jeden Tag Geburtstag mag“ – so dichtete Deutschlands dienstältester Chaot einmal. Dienstag feiert der freche Kobold Pumuckl seinen 50. Geburtstag.
Dass die Abenteuer des eigenwilligen Klabautermanns, der in Meister Eders Schreinerwerkstatt sein Unwesen treibt, derart Furore machen würden, hatte anfangs niemand geahnt.
Nicht einmal Pumuckls geistige Mutter, die Autorin Ellis Kaut (91). Schon länger hatte sie Anfang der 1960er über eine neue Figur gegrübelt: Klein sollte sie sein. Auf keinen Fall süß und niedlich. Und dann war sie da, die Idee vom Kobold, der nicht erwachsen sein will und schon gar nicht vernünftig.
An einem Wintertag 1961 bekam der Kleine dann seinen Namen: Ellis Kaut ging mit ihrem Mann durch eine verschneite Landschaft. Sie liebte Schabernack, und als der Gatte einen Moment lang nicht aufpasste, war es geschehen.
Ellis zog an einem schneebeladenen Ast, schon landete eine Ladung im Kragen ihres Mannes. Während sie ihn frech angrinste, rote Haare, rote Nase, sagte er den Satz, der ihr Leben verändern sollte: „Du bist ein rechter Pumuckl!“ Der Rest war ein Kinderspiel.
„Ich musste ja nur von ihm abschreiben“, erinnerte sich Ellis Kaut einmal in einem Interview mit der Münchener „tz“. „Ich hab’ alles genau vor mir gesehen: Wie er redet, wie er sich ärgert, Streiche ausheckt.“
Am 21. Februar 1962 tritt der Klabauter mit den Strubbelhaaren und dem runden Bäuchlein als Hörspielfigur im Radio seinen Siegeszug durch deutsche Kinderzimmer an.
Es folgen Bücher, Schallplatten, TV-Serien, Filme – bis heute verzaubert Pumuckl Kinder und ihre Eltern. Und auch Pumuckls Mama Ellis Kaut wird, obwohl sie am Geburtstagsrummel nicht teilhaben will, ein Glas Sekt auf ihren berühmten Sohn trinken.