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Das „Jenke-Experiment“: So zeigte RTL seinen Reporter im Dauersuff

RTL-Reporter Jenke von Wilmsdorff beim Selbstversuch im Dauersuff.
RTL-Reporter Jenke von Wilmsdorff beim Selbstversuch im Dauersuff.
Foto: RTL Screenshot

Ein TV-Reporter im vierwöchigen Dauersuff – das „Jenke-Experiment“ von RTL hat schon vor der Ausstrahlung für Empörung gesorgt. Alkoholsucht als Thema eines Selbstversuchs im Fernsehen: Es sei „vollkommen unangemessen“, so mit dem Schicksal Betroffener umzugehen, erklärte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) am Wochenende in einem Interview mit „Bild am Sonntag“.

Am Montagabend zeigte RTL nun, wie sich Reporter Jenke von Wilmsdorff in der ersten Folge seiner neuen Dokureihe mit extremen Selbstversuchen in den Dauersuff stürzte. Das Vorhaben des Fernsehjournalisten: Vier Wochen lang tagsüber ein Promille halten, abends gerne auch mehr – um zu zeigen, was Alkohol in dieser Zeit anrichtet. Jenke von Wilmsdorff: „Ich will herausfinden, ob und wie sich meine gesundheitliche Situation ändert.“

Experiment-Beginn mit Reeperbahn-Besäufnis

Startpunkt des Experiments: die Hamburger Reeperbahn. Der Zuschauer bekommt zu sehen, wie der Alkohol bei dem Fernsehmann von Getränk zu Getränk mehr zuschlägt. Sekt, Longdrinks, Schnäpse: Jenke von Wilmsdorff lässt nichts aus. „23 Uhr dreißig“, kommentiert er selbst aus dem Off, „die Hemmungen fallen und auch ich kann mich kaum noch auf den Beinen halten.“

RTL zeigt dazu, wie der Fernsehmann zuerst mit freiem Oberkörper durch die Menge läuft, kurz darauf auf einer kleinen Bühne herumtorkelt und stürzt. Viel Dramatik gleich zu Beginn des Selbstversuchs. Nicht verschwiegen sei an dieser Stelle, dass Jenke von Wilmsdorff vor Beginn seiner Journalistenkarriere jahrelang als Theater- und Fernsehschauspieler gearbeitet hat.

Jenkes Frühstück: Ein paar Cornflakes zum Rotwein.
Jenkes Frühstück: Ein paar Cornflakes zum Rotwein.
Foto: RTL Screenshot

Körperlicher Abbau und Rotwein-Cornflakes

Im Verlauf der Sendung sieht der Zuschauer Jenke von Wilmsdorff jede Menge trinken: Heimlich auf einer Preisverleihung, vormittags in einer Kneipe oder Zuhause in der Badewanne. Die Dokumentation zeigt, welche tatsächlichen Folgen extremer Alkoholkonsum hat: Wie der Reporter körperlich abbaut, wie er immer träger und lustloser wird. Unnötig sind dazu Szenen, wie von Wilmsdorff seine morgendlichen Cornflakes im Büro mit Rotwein übergießt.

Zwischendurch nimmt sich RTL immer wieder Menschen an, für die Alkoholsucht nicht nur Thema eines Selbstversuchs ist. Ein trockener Alkoholiker und heutiger Betreiber einer Entzugsklinik kommt zu Wort, ebenso Kinder von Alkohol-kranken Müttern. „Das Jenke-Experiment“ beweist hier das nötige Feingefühl, auch als es etwa um Behinderungen als Folge von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft geht.

Ganz schön abgefüllt: Jenke trinkt selbst in der Badewanne.
Ganz schön abgefüllt: Jenke trinkt selbst in der Badewanne.
Foto: RTL Screenshot

Unangemessener Umgang mit einem schwierigen Thema?

Gegen Ende des Selbstversuchs zeigt RTL, wie sich von Wilmsdorff in seiner ersten trockenen Nacht im Bett windet, wie ihm der körperliche Entzug zu schaffen macht. Und wie der Reporter zugibt, auch in den darauf folgenden Tagen nicht auf Alkohol verzichtet zu haben.

Ein vollkommen unangemessener Umgang mit dem Thema Alkoholismus? RTL entgegnete der Kritik des Gesundheitsministers, man müsse „auch mal an die Grenze gehen“, um ein solches Thema anschaulich darzustellen und damit Zuschauer aufzurütteln. Auch wenn dem „Jenke-Experiment“ an der einen oder anderen Stelle die Authentizität abhaben kommt, ist das gelungen.

Starke Quote für die erste Folge der neuen Doku: Insgesamt 4,25 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 13,4 %) verfolgten am Montagabend das „Jenke-Experiment“.

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