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„Müll im Garten Eden“: Fatih Akin: Sein neuer Film stinkt zum Himmel

Fatih Akin (39)  hat die Doku sechs Jahre lang im Heimatdorf seiner Großeltern gedreht.
Fatih Akin (39) hat die Doku sechs Jahre lang im Heimatdorf seiner Großeltern gedreht.
 Foto: dpa

Ein kleines Dorf in der Türkei wehrt sich gegen eine große Mülldeponie. Diesen Kampf David gegen Goliath zeigt der Ottenser Filmemacher Fatih Akin („Soul Kitchen“) in seiner Doku „Müll im Garten Eden“, die am Donnerstag in die Kinos kommt. Die MOPO hat mit dem 39-Jährigen gesprochen.

MOPO: In Ihrem Film stinkt der Umweltskandal um die Mülldeponie von Çamburnu zum Himmel. Hätten Sie beim Drehen gerne auch den Geruch festgehalten?

Fatih Akin: Bei Tom Tykwers „Das Parfum“ hat mir der Geruch tatsächlich gefehlt. Hier möchte ich es den Zuschauern nicht zumuten.

War es so schlimm?

Zwei Mal sind im Film tote Hunde auf dem Müllplatz zu sehen. Der eine hat keine Augen mehr und ist fast schon bis zum Skelett verwest. Dieses Bild habe ich bewusst nur ganz kurz gelassen, weil es so eklig ist – aber das kann man förmlich auf der Leinwand riechen.

Ihr fast sechsjähriges Engagement gegen den Bau hatte leider kein gutes Ende: Die Deponie wird weiter betrieben. Wie groß ist Ihre Enttäuschung?

Der Film ist ja aus einem Aktionismus heraus entstanden: Wie kann ich diesen Menschen dort helfen? Meine Idee war, dass ich die Verantwortlichen zum Einlenken bringen könnte, wenn ich meine Dreharbeiten aggressiv ankündige. Das ist nicht gelungen.

Warum haben Sie trotzdem weiter gefilmt?

Wenn ich erst einmal angefangen habe, kann ich ja nicht einfach aufhören. Ich fand das Thema viel zu spannend. Mir war schnell klar, dass es nicht nur eine Dokumentation dieser Umweltschande werden sollte, sondern auch ein Porträt der Menschen vor Ort und des Landlebens in dieser Region. Ein Film über Landflucht und Zivilcourage, Widerstand und Hoffnung.

Sie haben die Entwicklungen komplett dokumentiert.

Ich fand keinen Schluss. Als klar wurde, dass die Deponie beinahe voll ist und die Verantwortlichen eine Mauer bauen, um noch mehr Kapazitäten zu schaffen, glaubte ich, ein Ende gefunden zu haben. Die Mauer ist ein gutes Symbol für diesen Irrsinn.

Dann stürzte aufgrund dieses Mauerbaus das Abwasserbecken der Deponie ein und löste eine zusätzliche Umweltverschmutzung aus. In Deutschland hätte das einen enormen Skandal zur Folge gehabt.

Es gibt in der Türkei leider noch kein so weit entwickeltes Umweltbewusstsein. Die Leute aus den Nachbardörfern von Çamburnu fanden das Projekt ja auch gut – denn so landete der Müll nicht bei ihnen ... In den Jahren davor hatte man den Müll einfach an den Strand und ins Meer gekippt. So wurde nun ein 2000-Seelen-Dorf geopfert, und die Regierung sicherte sich Wählerstimmen einer Region von mehr als einer Million Einwohnern. Der Müll war verschwunden und das Problem damit für viele scheinbar gelöst.

Über eine auf lange Sicht ökonomischere und umweltfreundlichere Müllverbrennungsanlage wurde nie diskutiert?

Die Menschen dort denken nur von der Wand bis zur Tapete. Langfristige, umweltschonendere, aber teurere Lösungen wie etwa eine Müllverbrennungsanlage sind nicht durchzusetzen. Da bleibt nur zu hoffen, dass die jüngere Generation, die bereits ein anderes Bewusstsein für die Umwelt entwickelt, zukünftig etwas bewegen wird.

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