Weil er die verbotene „Kutte“ seiner Rockerbande getragen hat, steht in Hamburg Hells Angel Thomas K. (genannt „Stuttgart-Tom“ oder „Tommy“ ) vor Gericht. Am kommenden Freitag muss er sich für seine Weste mit dem aufgenähten „Hells Angels“-Logo verantworten.
„Hells Angels“ prangte zusammen mit dem geflügelten Totenkopf auf der Jeansweste, die der altgediente Höllenengel trug, als er Polizisten auffiel. Seit 1986 ist das Tragen der „Kutte“ genannten Weste der Hells Angels in Hamburg verboten. Das Verbot der Hamburger Hells Angels und ihrer Symbole bestätigte das Bundesverwaltungsgericht 1988. Laut Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers lautet der Vorwurf gegen Thomas K. jetzt „Verstoß gegen das Vereinsgesetz“.
Knast wird dem Rocker bei diesem Vorwurf sicher nicht drohen. Doch es ist bemerkenswert, dass die Hamburger Höllenengel es überhaupt wieder wagen, ihre Kutte öffentlich zu tragen. Hamburgs Polizei war immer stolz darauf, dass es hier im Gegensatz zu Berlin oder Schleswig relativ ruhig blieb.
In 14 Tagen steht gleich noch ein Hells Angel wegen Kutten-Tragens vor Gericht. Er gehört dem Charter (Ortsgruppe) „Southport“ an. Neben „Harbour City“ ist das seit Kurzem die zweite neue Hells-Angels-Gruppe in der Hansestadt. Diese „Neugründungen“ sind vom Vereinsverbot nicht betroffen, nur die Symbole dürfen sie eben nicht tragen.
Die neue Gruppe „Southport“ ist deutlich aggressiver als ihre „Brüder“ von „Harbour City“. Die „Neulinge“ beherrschen den Straßenstrich an der Süderstraße. Ihr Vereinslokal heißt deswegen auch „South Street“.
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