Flammen-Hölle in Harburg! Eine riesige Lagerhalle für Kautschuk der Firma "H.D. Cotterell GmbH & Co." ist am Montagmittag in der Nartenstraße in Brand geraten. „Die Lagerhalle steht vollkommen in Brand, die Flammen schlagen inzwischen bis zu 50 Meter hoch in den Himmel“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Halle soll eine Grundfläche von 3000 Quadratmetern haben.
Die Feuerwehr musste sich nach den ersten Löschversuchen wegen der großen Hitze vom Brandherd zurückziehen. In der Halle soll vor allem Kautschuk, also Naturgummi, lagern. Aber auch Fässer mit Öl und mit Gas betriebene Gabelstapler sollen darin gestanden haben. Die Feuerwehr war mit rund 200 Einsatzkräften vor Ort. Dennoch konnte das Feuer nicht gelöscht werden und musste zunächst von selbst niederbrennen.
„Die Halle ist nicht mehr zu retten“, sagte Feuerwehrsprecher Hendrik Frese am Abend. Hauptaufgabe sei es, ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Häuser zu verhindern. Das sei bislang gelungen. Die Lage sei unter Kontrolle. Bei den Löscharbeiten sei ein Feuerwehrmann leicht verletzt worden.
Bis zum frühen Dienstagmorgen dürften die Löscharbeiten noch andauern, schätzte Frese. „Wir kommen wegen der großen Hitze gar nicht an das Feuer ran“, erklärte er. Helfen sollte ein großes Löschgerät einer Werksfeuerwehr mit einer Kapazität von 16.000 Litern Wasser pro Minute, das am Abend am Brandort eintraf
Am Nachmittag lag beißender Qualm über den Stadtteilen Harburg und Wilhelmsburg. Die Rauchsäule, welche auf der Südseite der Elbe aufstieg, war bis in die Hamburger Innenstadt zu sehen. Die Feuerwehr forderte die Bürger über das Radio auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten und das Rundfunkgerät angeschaltet zu lassen.
„Nach unseren Erkenntnissen herrscht vor Ort starke Rußentwicklung“, sagte ein Sprecher der Hamburger Umweltbehörde. „Darüber hinaus treten nach jetzigem Stand aber keine anderen giftigen Stoffe aus.“ Er riet ebenfalls dazu, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Durch den Qualm kam es auch auf der angrenzenden Wilhelmsburger Reichsstraße (B 75) zu Sichtbehinderungen.
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