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Einsätze in Hamburg, Razzien im Rotlichtmilieu auf der Reeperbahn, Unfälle und Crime-Geschichten

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In 68 Metern Höhe: Hamburger Dom: Wir waren im „Flasher“ gefangen

Benedict de Vries (19) und Freundin Kim Sarah Diedrichsen (20) steckten 20 Minuten in 68 Metern Höhe in der Gondel fest.
Benedict de Vries (19) und Freundin Kim Sarah Diedrichsen (20) steckten 20 Minuten in 68 Metern Höhe in der Gondel fest.
Foto: Marius Röer

Nagelneu, 70 Meter hoch, superschnell: Der „Flasher“ ist die Haupt-Attraktion des Winterdoms – und nichts für schwache Nerven. Doch am Sonnabendabend hätten wohl selbst die größten Adrenalinjunkies weiche Knie bekommen, denn plötzlich war der Strom weg und nichts ging mehr.

Im Fahrgeschäft Flasher auf dem Hamburger Winterdom hingen acht Personen kopfüber fest.
Im Fahrgeschäft "Flasher" auf dem Hamburger Winterdom hingen acht Personen kopfüber fest.
Foto: Marius Roeer

Was für eine Horror-Vorstellung! Da besucht man den Winterdom, steigt bei eisigen Temperaturen in den Katapult-Turm – und plötzlich gehen die Lichter aus. Alles beginnt zu wackeln. Bange Minuten. Bei Eiseskälte in 68 Metern Höhe gefangen. Genau das mussten acht Menschen am Sonnabendabend erleben.

Gegen 22.50 Uhr flog eine Sicherung in einem Stromkasten raus. Neben einem Kinderfahrgeschäft und einer Bäckerei fehlte plötzlich auch den drei Motoren des riesigen „Flashers“ der Strom. Acht Fahrgäste waren gefangen, kamen mehr als 60 Meter über dem Heiligengeistfeld langsam zum Stehen. Kim Sarah Diedrichsen (20), Auszubildende aus Flensburg, war eine von ihnen. Zusammen mit ihrem Freund Benedict de Vries (19) aus Lensahn (Schleswig-Holstein) war sie kurz zuvor in den Katapult-Turm gestiegen.

Schausteller Thomas Clare (48): Wir haben uns sofort darum gekümmert, die Leute da herunterzubekommen
Schausteller Thomas Clare (48): "Wir haben uns sofort darum gekümmert, die Leute da herunterzubekommen"
Foto: Marius Röer

„Ich hatte Todesangst! Da kriegt mich jetzt so schnell keiner mehr rein“, sagt sie. „Die Lichter waren plötzlich ausgegangen, wir wurden immer langsamer, alles wackelte. Und dann steckten wir einfach da oben fest.“

Während Polizei und Feuerwehr herbeieilten, kletterte ein Mitarbeiter bis zur Mitte des Turms, um den Antrieb auf die drei Notstrom-Motoren umzustellen. Nach rund 20 Minuten hatten das Paar und die anderen sechs Fahrgäste endlich wieder festen Boden unter den Füßen.

Benedicts Vater Thomas (50) musste alles von unten mit ansehen. „Ich hatte Panik“, gibt auch er zu. „Im ersten Moment passierte hier nichts, nur die Jalousien im Verkaufshaus gingen runter, alle Mitarbeiter waren wenige Sekunden später verschwunden. Ich stand hier, es gab keine Infos.“ Auch Benedict ist sauer: „Wir haben die sieben Euro zwar zurückbekommen – aber eine Entschuldigung gab es nicht.“

Thomas Clare (48), Besitzer des „Flashers“, aus Hannover sieht das anders. „Unsinn“ sei das – man habe lediglich sofort den Verkauf gestoppt und sich darum gekümmert, „die Leute da runterzubekommen“. Franziska Hamann vom Dom-Referat erklärte zudem, dass die Schuld nicht beim Schausteller lag – vielmehr sei ein Trafo des Doms ausgefallen, weshalb es zum Stromausfall kam. Die Ursache sei noch nicht bekannt.

Insgesamt waren 28 Mitarbeiter der Feuerwehr, darunter auch die Höhenrettung, im Einsatz. Ein Mensch musste vor Ort ambulant behandelt werden, verletzt wurde niemand. Der „Flasher“ war nach dem Vorfall für den restlichen Abend außer Betrieb.


Auf dem diesjährigen Sommerdom blieben schon einmal Gondeln stehen. Bei einer Notabschaltung der Dom-Attraktion "Wilde Maus XXL" ging für zwei Stunden nichts mehr.

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