Wie konnte es zu dem Horror-Crash von Tonndorf kommen?
Wer trägt die Schuld an dem Unfall, bei dem Jolanta S. (†62) und Heinz B. (†78) starben, 23 Menschen verletzt wurden? Das ist auch drei Tage nach dem Unfall noch unklar. Eine Antwort wird es laut Polizei in frühestens zwei Wochen geben.
Mehr als 50 Zeugen sollen in den kommenden Tagen von der Polizei befragt werden. Doch die Ermittler hoffen auf weitere Unterstützung. Mithilfe zweier Plakate an der Unfallstelle an der Stein-Hardenberg-Straße werden weitere Zeugen des Unfalls gesucht.
Zudem werten die Ermittler Luftbilder vom Polizeihubschrauber „Libelle“ aus, die nach dem Unfall gemacht wurden. Mithilfe einer 3D-Kamera haben die Ermittler den Unfallhergang rekonstruiert. Ergebnisse der Befragungen und Untersuchungen wird die Polizei voraussichtlich nicht vor dem 25. Juli bekanntgeben.
Fest steht bisher: Der Fahrer lenkte den 17 Tonnen schweren Gelenkbus am Mittwoch von der Bushaltestelle am Bahnhof Tonndorf auf die Stein-Hardenberg-Straße. In dem Moment fuhr ein 15 Tonnen schwerer Löschwagen der Feuerwehr auf der Straße und krachte seitlich in den Bus.
Wenn es richtig knifflig wird, kommt er zum Einsatz: Der Super-Laser der Polizei. Die 3D-Kamera „IMAGER 5006i“ kann einen Tat- oder Unfallort in nur drei Minuten komplett scannen. Auf einem Stativ dreht sich der 100000 Euro teure Laser (14 Kilo schwer, 79 Meter Reichweite) automatisch um die eigene Achse und misst dabei millimetergenau die Entfernungen zwischen 50 Millionen Punkten. Anhand dieser Daten kann der Ort später auf einem Monitor dreidimensional wiedergegeben werden. Sinn der Sache: Die Ermittler können sich so den Ort im Büro immer wieder ansehen – auch wenn am tatsächlichen Tat- oder Unfallort längst wieder der Alltag eingekehrt ist. Die Modelle können auch bei Gerichtsprozessen verwendet werden. Die Technik hat aber ihre Grenzen: Der Scanner kann nicht „durch Wände sehen“. Er erkennt nichts, was nicht auch für das menschliche Auge zu sehen ist. Und: Bei Regen, Schneefall, Nebel oder stark reflektierenden Flächen stößt der „IMAGER 5006i“ an seine Grenzen.
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