Polizisten aus Sachsen sollen am vergangenen Sonnabend am Rande des Nazi-Umzugs regelrecht ausgerastet sein. Erneut berichten Augenzeugen, dass Beamte friedliche Demonstranten brutal verprügelt hätten.
Die MOPO hatte über einen Vorfall berichtet, der sich in der Griesstraße in Hamm ereignete: Ein sächsischer Polizeibeamter soll Manuela K. (42, Name geändert) geschlagen und über einen Betonpoller geschubst haben. Sie erlitt eine Schädelbasisfraktur.
Jetzt werden Sachsens Prügelpolizisten zum Politikum: Rico Gebhardt, innenpolitischer Sprecher der Linken im sächsischen Landtag, fordert von Innenminister Markus Ulbig (CDU) umgehende öffentliche und umfassende Aufklärung.
„Wir erwarten dazu angesichts der Brisanz des Themas eine offizielle Erklärung in der kommenden Woche. Wir behalten uns weitere parlamentarische Schritte, gegebenenfalls auch eine Sondersitzung des Innenausschusses, vor."
Gebhardt verweist auf einen unabhängigen Untersuchungsbericht von Februar 2011, wonach sächsische Polizeibeamte erhebliche Defizite beim angemessenen Umgang mit zivilgesellschaftlichem Engagement bei Sitzblockaden gezeigt haben. Gebhardt spricht von einem „Programmierfehler polizeilichen Handelns gegenüber Anti-Nazi-Protesten“.
Innenminister Ulbig müsse Parlament klarmachen, dass die Polizei künftig keinen Straßenkampf gegen friedliche Demonstranten führt.
Neonazis versammeln sich zunächst bei einer Kundgebung in Wandsbek. Anschließend marschieren sie unter massivem Polizeischutz durch Wandsbek.
Foto: dpa
Mehrere Hundert Gegendemonstranten haben die Route der Neonazis auf den Eilbeker Weg (Kreuzung Seumestraße) mit einer Sitzblockade versperrt. Die Polizei löste die Blockade auf, setzte auch Reizgas und Wasserwerfer ein.
Foto: dapd
Gegendemonstranten haben auf der Route der Nazi-Demo Mülltonen angezündet und Barrikaden errichtet. Die Polizei ist mit Wasserwerfern im Einsatz. Anwohner versuchen derweil, die Brände zu löschen.
Mehrere tausend Menschen und ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Vereinen, Kirchen und anderen gesellschaftlichen Organisationen demonstrieren in Hamburg gegen die Kundgebung der Neonazis.
Foto: dpa
Vor einem Hotel in Lemsahl-Mellingstedt haben in der Nacht zum Sonnabend elf Polizeiwagen gebrannt. Acht Mannschaftswagen und drei Streifenwagen standen in Flammen.
Foto: dpa
Barmbek oder Blankenese, Eimsbüttel oder Eppendorf: Machen Sie den Test, welcher Hamburger Stadtteil am besten zu Ihnen passt!
So wird der Kiez-Abend ein Erfolg: MOPO.DE zeigt Ihnen zehn lustige Party-Anwendungen für das Smartphone.