Reinhold Schulz hat von der Bombe erst gar nichts bemerkt. Mit seinem Bagger hat der 60-Jährige am Mittwochmittag am Focksweg (Finkenwerder) haufenweise Schlick von einer Schute geladen. Fuhre um Fuhre.
Plötzlich sieht ein Kollege, dass etwas an seiner Ladung nicht stimmt: Ein 250-Kilo-Blindgänger baumelt zwischen den Schaufeln des Baggers!
Er warnt Schulz. „Ich habe einen Mordsschreck bekommen“, sagt der Baggerfahrer. Er springt aus seinem Bagger und alarmiert die Feuerwehr. Nur für ein Erinnerungsfoto wagt er sich noch mal an die englische Fliegerbombe heran. Dann sucht er das Weite.
Kurz darauf rückt der Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr an, sondiert die Lage und richtet einen Evakuierungsradius von 300 Metern ein. Die Polizei bringt vorsorglich rund 750 Menschen aus der Umgebung in Sicherheit. Wohnhäuser werden evakuiert. Knapp 50 Beamte von Polizei, Feuerwehr und Kampfmittelräumdienst seien im Einsatz, sagt Feuerwehrpressesprecher Manfred Stahl.
Ein Baggerfahrer ist bei Bauarbeiten in Finkenwerder auf die Fliegerbombe gestoßen.
Foto: RuegaUm 17.45 Uhr kommt die Entwarnung: Der Sprengmeister hat die Weltkrieg-Bombe entschärft. Der Blindgänger aus dem Hafenbecken ist wahrscheinlich in der Nähe der Köhlbrandbrücke auf die Schute gelangt.
(fre/ruega)
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