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Einsätze in Hamburg, Razzien im Rotlichtmilieu auf der Reeperbahn, Unfälle und Crime-Geschichten

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23 Festnahmen: 1. Mai in Hamburg: Fünf Polizisten verletzt

Demonstranten und Polizei stehen sich bei der der „Revolutionären 1. Mai Demo“ gegenüber.
Demonstranten und Polizei stehen sich bei der der „Revolutionären 1. Mai Demo“ gegenüber.
Foto: dpa

Hamburg hat anders als in früheren Jahren einen vergleichsweise ruhigen 1. Mai ohne massive Krawalle erlebt. Nach der „Revolutionären 1. Mai-Demonstration“ am Dienstagabend kam es im Schanzenviertel allerdings vereinzelt zu Ausschreitungen. Steine, Flaschen und Böller flogen auf Beamte, Knallkörper wurden gezündet, einige Müllcontainer brannten. Die Polizei ging mit Wasserwerfern gegen zumeist linke Demonstranten vor. Sie nahm insgesamt 23 Personen vorläufig fest, 12 kamen in Gewahrsam. Fünf Polizisten wurden verletzt.


Unter dem Motto „Keine Alternative zur Revolution!“ waren am Dienstagabend gut 1400 Menschen von den Landungsbrücken über die Reeperbahn bis in den Stadtteil Ottensen gezogen. Schon dabei warfen einige Demonstranten Böller auf die Einsatzkräfte und zündeten bengalische Feuer. Die Stimmung sei „ein bisschen aufgeheizt“, sagte eine Polizeisprecherin. Mehr als 1000 Beamte bildeten ein dichtes Spalier, auch die Reiterstaffel war dabei. Ein Pferd wurde ebenfalls mit einem Böller beworfen.


Bei der Schlusskundgebung in Ottensen wurden Polizisten erneut mit Böllern, Flaschen und Steinen attackiert. Einige Demonstranten waren vermummt. Die Ausschreitungen verlagerten sich anschließend in das Schanzenviertel. Rund um das alternative Kulturzentrum Rote Flora setzte die Polizei Wasserwerfer ein. „Aufgrund der Angriffe auf Einsatzkräfte mit Flaschen, Böllern und Steinen wurde Wasser abgegeben“, sagte die Sprecherin.

Dieser Polizist wurde im Brustbereich von einem Böller getroffen.
Dieser Polizist wurde im Brustbereich von einem Böller getroffen.
Foto: Ruega


Insgesamt wurden laut Polizei fünf Beamte verletzt, drei von ihnen konnten ihren Dienst nicht fortsetzen. Demonstranten beschädigten vier Scheiben der Haspa. Bei einem Streifenwagen ging eine Scheibe zu Bruch. Im Anschluss an die Mai-Demo war es in der Schanze auch in den vergangenen Jahren zu Randale gekommen.


Einige Demonstranten machten sich über die Polizei lustig: Sie hefteten sich an die Fersen der Beamten, die in kleinen Gruppen durch das Viertel streiften - und liefen wie bei einer Polonaise hinter ihnen her. Dabei riefen sie: „Ganz Hamburg hasst die Polizei“. Nach Mitternacht leerte sich das Schanzenviertel allmählich.


Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in Hamburg, Gerhard Kirsch, erklärte: „Es waren wieder Gewalttäter am Werk, die mit unserer Demokratie, dem freiheitlichen Staatsgedanken und dem Respekt vor der körperlichen Unversehrtheit anderer nichts im Sinn haben.“


Der Vorabend des 1. Mai, die Walpurgisnacht, verlief in diesem Jahr dagegen wie erwartet friedlich.


Anders als im Vorjahr richtete die Polizei kein Gefahrengebiet rund um das Schanzenviertel ein. In einem solchen Gebiet können Beamte ohne konkreten Verdacht Passanten durchsuchen oder in Gewahrsam nehmen sowie Platzverweise erteilen.

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