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Werden hier jemals Wohnungen gebaut?: Das Bau-Desaster von Jenfeld

Auf dem 35 Hektar großen Gelände der Lettow-Vorbeck-Kaserne sollen mal 770 Wohneinheiten entstehen.
Auf dem 35 Hektar großen Gelände der Lettow-Vorbeck-Kaserne sollen mal 770 Wohneinheiten entstehen.
 Foto: Florian Quandt

Explodierende Erschließungskosten, verseuchtes Gelände, Zeitverzögerung und keine Investoren – das Bauprojekt „Jenfelder Au“ droht zum Rohrkrepierer zu werden. Wann auf dem rund 50 Fußballfelder großen Gebiet Familien einziehen, ist unklar. Der erste Spatenstich ist für 2012 geplant. Während Bezirk und Behörden Fortschritte feiern, fordern andere ein Umdenken.

Schutthaufen zieren das gigantische Gelände der Lettow-Vorbeck-Kaserne. Pflanzen türmen sich auf. Ein Dixie-Klo, zwei Bagger und zwei Container stehen in der Gegend rum. Die Uhr an einem Gebäude ist stehen geblieben.

So soll es in Jenfeld aussehen. Ein großer Park und ein künstlicher See sind geplant.
So soll es in Jenfeld aussehen. Ein großer Park und ein künstlicher See sind geplant.
 Foto: HFR

770 Wohneinheiten sollen hier mal stehen. Als „Perle des Ostens“ wurde das Mega-Projekt bezeichnet. Doch Probleme überwuchern die Vorfreude wie das Grün die einstigen Panzerstraßen. Bisher gilt eher: Mondlandschaft statt mondänen Charmes mit Wasserflächen, Gewerbe und Neubauten.

Anfang August wurden die Abbrucharbeiten abgenommen, der Kampfmittelräumdienst ist auf dem Gelände. Rosa Flecken auf der Karte im Baucontainer zeigen, wo überall verseuchtes Gebiet befürchtet wird. Noch ein Jahr ist für den Gift-Job veranschlagt – und das nur für die von der Finanzbehörde bewirtschaftete Fläche. Rund fünf Millionen Euro Kosten sind dafür eingeplant– nicht wenige rechnen damit, dass es länger dauert und teurer wird.

Schon jetzt sollen die voraussichtlichen Erschließungskosten die ursprünglich geplanten um 20 Millionen Euro übersteigen. Die Bürgerschaft muss noch die Haushaltsmittel bewilligen, eh mit den Erschließungsmaßnahmen begonnen werden kann. Das soll nach der Sommerpause so weit sein. „Wir haben mit dem Entwurf Haushaltsunterlage jetzt das letzte Puzzleteil, um das Projekt zu starten“, sagt Wandsbeks Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff.

MOPO-Redakteur Erik Trümpler steht auf dem Kasernen-Gelände auf  einem Betonhaufen.
MOPO-Redakteur Erik Trümpler steht auf dem Kasernen-Gelände auf einem Betonhaufen.
 Foto: Florian Quandt

Die Zeit drängt. Man ist Monate in Verzug. „Es waren noch Abstimmungsprozesse mit Fachbehörden notwendig“, heißt es beim Bezirk. Es werden Forderungen laut, das Paket neu zu schnüren. „Der Bezirk sollte den Mut haben, die Planung noch einmal aufzumachen, wenn sich herausstellen sollte, dass die Erschließungskosten weiter explodieren“, fordert Ralf Niedmers (CDU).

In jedem Fall müssen Investoren her. „Es fanden noch keine Gespräche statt“, so die Finanzbehörde. Bald soll die Vermarktung beginnen. „Die Investorensuche ist der kritische Punkt. Die Gesamtkosten sind nicht klar. Ein Investor geht aber nur dann ins Risiko, wenn er weiß, welche Summe auf ihn zukommt“, sagt Jan Balcke (SPD).

Wandsbek setzt auf Wohnungsbau. Ginge der Traum von der „Perle des Ostens“ in Erfüllung, wäre ein großer Schritt getan.

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