Katastrophales Krisenmanagement – aber die SPD stützt den Bezirksamtsleiter Markus Schreiber trotzdem. MOPO fragte die 25 SPD-Abgeordneten im Bezirk Mitte – und – druckt eine Auswahl der Antworten.
Für die CDU ist Mitte-Bezirksamtschef Markus Schreiber inzwischen ein Fall für den Staatsanwalt. Die FDP sieht Olaf Scholz nun in der Pflicht. Und GAL sowie Linkspartei wollen lieber heute als morgen den Rücktritt von Schreiber. Doch der hat trotz der massiven Kritik vollste Rückendeckung von den SPD-Bezirksabgeordneten.
Die 25 Abgeordneten hätten die Macht, Schreiber abzusetzen. Die GAL wäre sofort dabei. Doch die Genossen sprechen ihm ihr Vertrauen aus – obwohl die Kritik an ihrem Amtsleiter immer harscher wird. So fährt die CDU schwere Geschütze auf: Dass Schreiber seine Jugendamts-Leiterin Pia Wolters im Amt ließ, obwohl er sie für ungeeignet hielt, „stellt ein Organisationsverschulden dar, dass im Falle des Todes von Chantal auch strafrechtliche Folgen haben kann“, so der CDU-Abgeordnete Dennis Gladiator.
Vor diesem Hintergrund fordert er von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) „umgehend ein Disziplinarverfahren“ gegen Schreiber einzuleiten. Auch die FDP sieht Scholz in der Pflicht: Er könne eine Dienstenthebung einleiten oder Schreiber den Rücktritt nahelegen, so FDP-Fraktionschefin Katja Suding.
Warum die Genossen hinter Schreiber stehen? Die MOPO fragte die 25 SPD-Abgeordneten im Bezirk Mitte – und druckt eine Auswahl der Antworten.
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