Tod von Chantal (†11)

Jetzt wird's eng für "Sheriff" Schreiber

Bezirksamtschef Markus Schreiber (SPD) sieht keinen Grund für einen Rücktritt. Doch der Druck wird immer größer.
Bezirksamtschef Markus Schreiber (SPD) sieht keinen Grund für einen Rücktritt. Doch der Druck wird immer größer.
Foto: dpa

Nach Lara-Mia und Chantals Tod wird es eng um Bezirksamtchef Markus Schreiber. „Wir hätten das Kind nicht in diese Familie geben dürfen. Und wir hätten uns nicht auf das Jugendamt in Harburg verlassen dürfen.“, sagte Schreiber am Dienstag vor dem Familienausschuss.

Entsetzen bei den Genossen, Rücktrittsforderungen von der gesamten Opposition: Für Mitte-Bezirksamtschef Markus Schreiber (SPD) wird es immer enger, nachdem er sich gestern Abend um Kopf und Kragen geredet hat. Schreiber selbst bleibt aber dabei: „Ich sehe keine persönliche Schuld.“

CDU und FDP fordern Schreibers Rücktritt, Christiane Blömeke von der GAL warf Schreiber vor, er habe dem Kinderschutz in seinem Bezirk eine Stelle entzogen.

Die wichtigsten Tatsachen zu Schreiber im Fall Chantal:

SCHREIBERS UNGEWOLLTES SCHULDGESTÄNDNIS:

Am Dienstag beurlaubte Schreiber seine Jugendamtsleiterin Pia Wolters. Sein ganz persönliches Scheitern machte er mit einer Aussage klar: Er habe sie bereits 2009 nach dem Tod der kleinen Lara-Mia für ungeeignet gehalten. Sie sei aber im Amt belassen worden, weil er keine andere Stelle für sie fand!
Schreiber hat also bewusst eine als inkompetent betrachtete Amtschefin auf ihrem Stuhl gelassen. Schreiber zu diesem Vorwurf gestern: „Mir wurde bei der Versetzung von Frau Wolters nicht geholfen. Innerhalb meiner Behörde gab’s aber keine geeignete Stelle.“

Chantal starb an Methadon

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Datum:  1.2.2012
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