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Ole von Beust erinnert sich: Schill war auf Skandal-Pressekonferenz bewaffnet

Ronald Schill am 19. August 2003 bei der Showdown-Pressekonferenz im Rathaus.
Ronald Schill am 19. August 2003 bei der "Showdown-Pressekonferenz" im Rathaus.
Foto: dpa

Die Spannung im Rathaus war zum Greifen. Eine Pressekonferenz mit dem frisch gefeuerten Ex-Innensenator Ronald Schill und Bürgermeister Ole von Beust. Schwer gezeichnet von den Geschehnissen der vergangenen Stunden und sehr erregt sprach er zu den Medienvertretern. Beust läuft es heute noch eiskalt den Rücken runter, wenn er sich daran erinnert, denn Schill war bewaffnet!

Der 19. August 2003. Einen Tag zuvor hatte Schill versucht, den Bürgermeister zu erpressen. Er drohte, Beust vor laufenden Fernsehkameras als schwul zu outen. Beust reagierte prompt und feuerte den Polit-Hasardeur, der damals auch Zweiter Bürgermeister war.

Ole von Beust am 19. August 2003 bei der Showdown-Pressekonferenz im Rathaus.
Ole von Beust am 19. August 2003 bei der "Showdown-Pressekonferenz" im Rathaus.
Foto: AP

Am folgenden Tag kam es zur denkwürdigen Pressekonferenz mit Beust und Schill. Ole von Beust (CDU) wird immer noch angst und bange, wenn er sich daran erinnert, wie der Ex-Politiker jetzt in der ARD-Sendung „Beckmann“ erzählte.

Schill hatte sich, kaum war er Innensenator, eine Waffe besorgt. Das war bekannt. Bisher kaum bekannt war die Tatsache, dass Schill die Pistole auch bei dem Showdown im Rathaus trug. Beust: „Mir hat ein enger Schill-Mitarbeiter hinterher gesagt, er wisse definitiv, dass Schill eine Waffe dabeigehabt habe.“ Er habe Höllenängste gelitten, dass etwas passieren könnte.

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