Wie viel Unterricht fällt an Hamburgs Schulen aus? Was sind die Gründe und wie viel Stunden werden von Fachlehrern vertreten? All diese Fragen kann die Schulbehörde derzeit nicht so genau beantworten. In Zukunft soll das aber fundiert erfasst werden. Mit Hilfe einer extra eingekauften Software.
Die Schulbehörde rechnet mit Kosten in sechsstelliger Höhe, genaueres könne erst die europaweite Ausschreibung ergeben. Ein mutiger Schritt, da die Sozialbehörde derzeit noch mit der eingekauften Software „JUS-it“ kämpft, die möglicherweise statt 112 Millionen Euro nun das Dreifache kosten könnte.
An den Start gehen soll die neue EDV schon ab Sommer. Geplant ist, dass dann die Schulen selbst am Rechner eintragen, welche Stunden ausgefallen sind. Erfasst wird auch, ob die Schüler dann frei hatten oder beaufsichtigt wurden, oder ob ein Fachlehrer zur Vertretung da war.
Notiert werden auch die Gründe für den Ausfall von Stunden, ob Lehrer kurz- oder langfristig krank waren, ob es Fortbildungen gab oder Veranstaltungen an der Schule. Ebenso müssen Schulen Projektwochen und Sprechtage eintragen. Eltern können sich also in Zukunft selbst ein Bild vom Unterrichtsausfall an ihrer Schule machen.
SAN
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