Die größten Schwächen haben Schüler in Mathematik und Deutsch. Deshalb werden die meisten Nachhilfekurse in diesen Fächern gegeben. Das ergab eine erste Umfrage der Bildungsbehörde zur neuen kostenlosen Nachhilfe an Schulen.
Seit Ende der Herbstferien gibt es an allen Hamburger Schulen kostenlosen Nachhilfe-Unterricht. Grund ist die Abschaffung des Sitzenbleibens. Sie macht eine gezielte Förderung der Kinder in ihren Problemfächern nötig. „Eltern haben durch die Nachhilfe an der Schule deutlich weniger Sorgen und Kosten“, so Bildungssenator Ties Rabe (SPD).
Bereits an mehr als 90 Prozent der Schulen sind die Kurse angelaufen. Etwa jeder 20. Schüler bekommt sie. Auch am Gymnasium Lerchenfeld. „In Klasse fünf und sechs hat ein Drittel der Schüler Nachhilfe“, sagt Schulleiter Christian Klug. Denn viele seien am Gymnasium mit dem Stoff überfordert. Manche Kinder haben gleich drei bis vier Förderkurse. Dass sie Pflicht sind, findet Klug wichtig. „Die Schüler strengen sich im regulären Unterricht richtig an, weil sie wenig Lust haben, am Freitagnachmittag in der Nachhilfe zu sitzen.“
Die Förderung bekommen nur Schüler, die in einem Fach eine Fünf haben. Ties Rabe rechnet vor, dass pro Klasse rein rechnerisch 1,2 Kinder gefördert werden. Sitzengeblieben sind früher pro Klasse statistisch 0,5 Schüler.
Die CDU kritisiert, dass die Nachhilfe in diesem Umfang nicht ausreicht. Jeder fünfte Schüler brauche sie. Bedenklich sei, dass 60 Prozent der Kurse von Honorarkräften gegeben werden. Robert Heinemann (CDU): „Die Qualität der Nachhilfe ist so nicht gesichert.“
Barmbek oder Blankenese, Eimsbüttel oder Eppendorf: Machen Sie den Test, welcher Hamburger Stadtteil am besten zu Ihnen passt!
So wird der Kiez-Abend ein Erfolg: MOPO.DE zeigt Ihnen zehn lustige Party-Anwendungen für das Smartphone.