Korruptionsvorwürfe

Ahlhaus steckt in der Casino-Klemme

Hamburger Spielbank: Zocken bald auch online möglich
Die Innenbehörde (damaliger Chef Christoph Ahlhaus) wollte die Spielbankabgabe an die Stadt von 90 auf 50 Prozent senken, doch der Vorstoß scheiterte.
Foto: hfr

Was steckt hinter den Korruptionsvorwürfen gegen Ex-Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU)? Während sich die Staatsanwaltschaft weiter in Schweigen hüllt, sickerte durch: Es geht um einen Vorstoß von Ahlhaus zur finanziellen Entlastung der Spielbank Hamburg.

Gegen Hamburgs Ex-Bürgermeister Christoph Ahlhaus wird wegen des Vorwurfs der Vorteilsannahme im Zusammenhang mit dem Kauf seines Hauses in den Elbvororten ermittelt.
Gegen Hamburgs Ex-Bürgermeister Christoph Ahlhaus wird wegen des Vorwurfs der Vorteilsannahme im Zusammenhang mit dem Kauf seines Hauses in den Elbvororten ermittelt.
Foto: dapd

Schon 2009 hatte die MOPO enthüllt: Die Innenbehörde (damaliger Chef Christoph Ahlhaus) wollte die Spielbankabgabe an die Stadt von 90 auf 50 Prozent senken. Der Vorstoß scheiterte. Nutznießer wär Spielbank-Chef John Jahr gewesen. Der wiederum ist am Maklerunternehmen Dahler & Company beteiligt. Dieses Unternehmen hatte Ahlhaus seine Villa in den Elbvororten vermittelt. Und bei Dahler arbeitet in leitender Stellung Ahlhaus’ Ehefrau Simone. Bei den Korruptionsermittlungen geht es darum, ob Ahlhaus nun eine Courtage bezahlt hat oder nicht. Der heutige Bürgerschaftsabgeordnete behauptete das. Nach MOPO-Informationen soll er bei einem Kaufpreis von 1,15 Millionen Euro angeblich 50000 Euro Courtage an Dahler gezahlt haben.

Schon 2009 hatte Ahlhaus gegenüber der MOPO jeden Korruptionsvorwurf „in aller Schärfe“ zurückgewiesen. „Ein solcher Vorwurf ist an den Haaren herbeigezogen!“

Ahlhaus hat jetzt einen Rechtsanwalt engagiert, um sich gegen die Vorwürfe zu wehren. (th)

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Datum:  14.2.2012
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