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Karibik, Kiez und steile Karriere: So tickt der neue Mitte-Bezirkschef Andy Grote

SPD-Mann Andy Grote (43) im „Park Fiction“ (St. Pauli) mit einer Verehrerin aus dem Stadtteil.
SPD-Mann Andy Grote (43) im „Park Fiction“ (St. Pauli) mit einer Verehrerin aus dem Stadtteil.
Foto: Patrick Sun

Eigentlich wollte er Journalist werden. Oder Diplomat. Jetzt übernimmt er einen der mächtigsten Posten der Stadt: Andy Grote (SPD) wurde am Donnerstagabend mit den Stimmen von SPD, FDP und fünf weiteren Abgeordneten zum Bezirksamtsleiter in Mitte gewählt – dem Nachfolger von Markus Schreiber.

Grote sitzt in einer Kiez-Kneipe, nuckelt am zweiten Astra und erzählt von früher. Der 43-Jährige ist kein im Ortsverein sozialisiertes SPD-Gewächs. Zwar sei er „irgendwie links“ gewesen. Aber statt zu Anti-Kriegs-Märschen zieht es den Büsumer nach der Schule zur Marine. Dort heuert er für zwei Jahre an – nicht weil ihm die Armee so gefällt, sondern „wegen der Kohle“.

Die haut er direkt im Anschluss in der Karibik auf den Kopf, sechs Monate lässt er es sich dort gut gehen, bevor er in Hamburg Recht studiert.

Die Jura-Studenten findet er schrecklich, die Stadt super. Erst zieht er nach Altona, vor elf Jahren dann auf den Kiez. In die Talstraße, die trashigste Straße der Stadt, voller transsexueller Huren, Sex-Shops und obskurer Gestalten. 76 Quadratmeter Altbau, zur Miete. Eine Eigentumswohnung? „Ist mir zu teuer, die Preise stehen in keinem Verhältnis“, sagt der erfolgreiche Anwalt für öffentliches Recht.

Mieten, Verdrängung, Wohnungsmangel – das sind auch die Themen des Bezirks, der wie kein anderer in abgehängte Quartiere und schicke Viertel zerteilt ist. Dazu kommen: die höchste Arbeitslosen- und Kriminalitätsrate, verwahrloste Kinder, die meisten Verkehrsprobleme, die größten Bauprojekte, der Hafen, die City – und diverse renitente Bürgerinitiativen. „Die Bürger sollen Einfluss haben“, sagt Grote. „Aber entscheidend ist das Gemeinwohl. Und entscheiden tun Abgeordnete. Sie sind gewählt, sie müssen sich später auch verantworten.“

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