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Initiative „G9 Jetzt“: Volksentscheid? Politik hält an Turbo-Abi fest

Mareile Kirsch (56), Journalistin aus Othmarschen, kämpft mit ihrem Sohn Peregrin (16) gegen G8.
Mareile Kirsch (56), Journalistin aus Othmarschen, kämpft mit ihrem Sohn Peregrin (16) gegen "G8".
Foto: ddp

Erneut machen unzufriedene Eltern der Politik Dampf. Dieses Mal wollen sie das Turbo-Abitur nach acht Jahren kippen. Die Initiative „G9 Jetzt“ steht in den Startlöchern, ein Volksentscheid ist nicht ausgeschlossen. Doch aus dem Rathaus kommt wenig Unterstützung.

„Wir wollen an der Schulstruktur nichts ändern. Wir haben ,G9‘ an der Stadtteilschule und jeder kann dort sein Abitur nach 13 Jahren machen“, sagt der schulpolitische Sprecher der SPD, Lars Holster. Er betont jedoch, dass man die Dynamik einer solchen Initiative nicht unterschätze.

Das wäre angesichts des erfolgreichen Volksentscheids gegen die Primarschule auch fatal. Denn gegen „G8“ könnte sich auch die schlagkräftige Initiative um den parteilosen CDU-Abgeordneten Walter Scheuerl „Wir wollen lernen“ stellen. Sie hatte erfolgreich gegen die Primarschule mobilgemacht. Scheuerl rechnet jedenfalls mit einem Volksentscheid gegen das Turbo-Abi, sagte er der MOPO.

Sein CDU-Kollege Robert Heinemann stellt sich gegen ihn: „Aus meiner Sicht wurde in Hamburg die Stadtteilschule als Alternative zu ,G8‘ eingeführt. Diejenigen, die nun ,G9‘ in Hamburg wollen, stellen das Zwei-Säulen-Modell infrage. Langfristig würde dies zu einer Einheitsschule führen.“

Die Grünen sehen die Sachlage differenzierter: „Selbst eine punktuelle Einführung von ,G9‘ an einzelnen Gymnasien müsste verbunden sein mit einer Stärkung der Stadtteilschulen“, so die Abgeordnete Stefani von Berg, Dieses könne ihrer Ansicht nach z.B. durch gemeinsame Oberstufen von Gymnasien und Stadtteilschulen geschehen. Die Initiative gegen „G8“ wird zunächst eine Petition starten, um zu sehen, wie groß die Unterstützung bei den Eltern ist.

Ins Leben gerufen wurde die Ini von Mareile Kirsch (56) aus Othmarschen. Sie will erreichen, dass die Gymnasien die Wahlfreiheit für ein Abitur nach acht oder neun Jahren bekommen – so wie es in Schleswig-Holstein oder NRW der Fall ist. (pin)

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