Betteln, rauchen, saufen oder auf dem Boden sitzen – das alles ist am Hauptbahnhof verboten. Die Bahn hat seit Ende Oktober in den überdachten Bereichen sowie dem Mönckebergtunnel das Sagen. Trinker und Obdachlose, die sich nicht an die Regeln halten, werden vom Sicherheitsdienst weggeschickt – gegen den Willen vieler Initiativen.
Die machten am Sonnabend ihrem Ärger Luft. Rund 100 Menschen kamen bei Bibber-Temperaturen zu einer Kundgebung auf den Hachmannplatz (St. Georg). Ihre Forderungen: Schluss mit Verdrängung. Soziale Angebote für die Bedürftigen.
Ziel von Stadt und Bahn dagegen: Mehr Sicherheit, mehr Sauberkeit. Für zehn Jahre hat das Unternehmen das Nutzungsrecht bekommen. Ein privater Sicherheitsdienst setzt die Hausordnung durch. „Es ist sauberer geworden und die Passanten fühlen sich sicherer“, sagte ein Bahn-Sprecher zur MOPO am Sonntag.
Eine alternative Szene zum Hauptbahnhof soll sich laut Trägern und Einrichtungen, die dort tätig sind, nicht entwickelt haben. Die Obdachlosen schlafen oder trinken nicht mehr am Gebäude, sondern im unmittelbaren Umfeld. ET/Roeer
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