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Günter Herz (71): Hamburger Milliardär baut Palast an der Alster

Das „Palais Mayfair“ an der Ecke Neuer Jungfernstieg/Große Theaterstraße neben dem Hotel „Vier Jahreszeiten“
Das „Palais Mayfair“ an der Ecke Neuer Jungfernstieg/Große Theaterstraße neben dem Hotel „Vier Jahreszeiten“
 Foto: Florian Quandt

Stellen Sie sich vor, Sie gehen jeden Morgen zur Arbeit und Ihr einziger Job ist es, darüber nachzudenken, was Sie heute mit Ihren vielen Milliarden machen wollen. Genauso geht es Günter Herz (71). Und das wird der Hamburger Superreiche künftig an allerbester Adresse tun: in seinem neu gebauten „Palais Mayfair“ am Neuen Jungfernstieg.

Noch steht der Bauzaun, doch das Nachbargebäude des legendären Hotels „Vier Jahreszeiten“ erstrahlt schon in makellosem Weiß. Die Fassade der ehemaligen „Dresdner Bank Lateinamerika“ ist zwar 105 Jahre alt, doch das Gebäude dahinter ist nagelneu. 27 Millionen Euro hat Günter Herz für den Altbau gezahlt und mehr als 15 Millionen reingesteckt. Kleingeld für den Multi-Milliardär. Seine „Mayfair Vermögensverwaltungsgesellschaft“ (benannt nach seinem Rennpferd) verfügt über sieben Milliarden Euro.

Milliardär Günter Herz (71)
Milliardär Günter Herz (71)
 Foto: Archiv/Joost

Herz ist der älteste Sohn des 1965 verstorbenen Tchibo-Gründers Max Herz. Günter Herz konnte den Kaffee-Umsatz von 50 Millionen Mark auf fast vier Milliarden Euro steigern. Er erwarb Anteile von Beiersdorf, übernahm Reemtsma und kaufte Konkurrent Eduscho auf. Doch über den angeblich zu hohen Kaufpreis gab es Zoff mit seinen Geschwistern. Seine drei Brüder drängten Günter mit dem Segen von Mutter Ingeburg (92) aus dem Unternehmen.

Zusammen mit Schwester Daniela erhielt er vier Milliarden Euro Abfindung und gründete „Mayfair“. Bisher residierte die Firma im „Hamburger Hof“ am Jungfernstieg. Noch dieses Jahr zieht Herz aber ins „Palais Mayfair“ und grübelt über sein Luxusproblem: Wohin mit dem Geld? Mal was spenden? Nicht so das Ding von Günter Herz. Auf eine Anregung seiner Mutter soll er erwidert haben: „So was machen wir nicht. Das bringt keinen Gewinn.“

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