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Dienstreise nach Wien: Kritik an „SPD- Männerausflug“

Schloss Schönbrunn in Wien. Zehn Hamburger Politiker, die meisten mit SPD-Parteibuch, waren Anfang April für zwei Tage in der österreichischen Hauptstadt. Kosten der Dienstreise: mehrere tausend Euro.
Schloss Schönbrunn in Wien. Zehn Hamburger Politiker, die meisten mit SPD-Parteibuch, waren Anfang April für zwei Tage in der österreichischen Hauptstadt. Kosten der Dienstreise: mehrere tausend Euro.
 Foto: hfr

Zehn Hamburger Politiker, die meisten mit SPD-Parteibuch, waren Anfang April für zwei Tage in Wien. Kosten der Dienstreise: mehrere tausend Euro. Geldverschwendung, kritisieren die Grünen. Aus ihrer Sicht gab es gar keinen echten Anlass für den Ausflug, an dem Bezirksamtsleiter, Staatsräte, hohe Verwaltungsbeamte und der Polizeipräsident teilnahmen – Wien und Hamburg sind in ihrer politischen Struktur völlig verschieden.

Sogar der Senat musste sich jetzt mit dem Trip beschäftigen. Demnach wollte sich die Reisegruppe mit den Wiener Kollegen über Polizeiarbeit, den Wohnungsbau und ein Autobahndeckel-Projekt austauschen. Laut Ablaufplan gab es ein paar Besichtigungen und Treffen mit Offiziellen beim Essen.

„Der Zweck der Wien-Reise erscheint ziemlich konstruiert. Fraglich, ob wirklich Erkenntnisse gewonnen wurden, die für Hamburg wichtig sind“, sagt der grüne Ex-Justizsenator Till Steffen, der darauf hinweist, dass Wien „beliebtes Reiseziel für Kurzurlaube ist – besonders im Frühjahr“. Steffen: „Wenn eine sozialdemokratische Männer-Clique eine Frühjahrs-Tour machen will, sollte sie vielleicht lieber privat nach Amrum, Amsterdam oder Ammersbek reisen.“

Protz kann man den Genossen aber nicht vorwerfen: Sie flogen Economy und nächtigten in der günstigsten Zimmerkategorie eines Vier-Sterne-Hotels, alkoholische Getränke mussten sie selber zahlen. Kosten für den Steuerzahler: 3267 Euro. mn

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