Baustopp erteilt

Kann das Dach der Elbphilharmonie einstürzen?

Von Christoph Heinemann
Still ruht das Mega-Projekt: An der Elbphilharmonie wird vorerst kaum noch gebaut.
Still ruht das Mega-Projekt: An der Elbphilharmonie wird vorerst kaum noch gebaut.
Foto: dpa

Die Kräne stehen noch, aber es passiert wenig. Stillstand auf der Elbphilharmonie-Baustelle. Hochtief hat die Arbeiten größtenteils eingestellt. Der Konzern klagt: Die Pläne von Stadt und Architekten seien fehlerhaft – im schlimmsten Fall könnte das Dach einstürzen!


„Es gibt ein Risiko, dass sich Verstrebungen lösen könnten und die gesamte Konstruktion instabil wird“, so Hochtief-Sprecher Bernd Pütter zur MOPO. Das habe eine Überprüfung des Konzerns ergeben. Pütter: „Unsere Bauleiter stehen in der Pflicht, nicht weiterzubauen.“ Erst müssten alle statischen Rechnungen noch einmal überprüft werden.


Doch die Stadt will dem Konzern nicht noch weitere Berechnungen zur Verfügung stellen. „Die Statik des Daches ist von unabhängigen Stellen geprüft worden“, so Karl-Olaf Petters von der zuständigen Kulturbehörde.

Im Clinch mit dem Senat: Hochtief-Manager Thomas Möller.
Im Clinch mit dem Senat: Hochtief-Manager Thomas Möller.
Foto: dapd

Die Lage ist verfahren wie noch nie. „Beide Seiten entfernen sich von dem Ziel, das Projekt schnell fertigzustellen“, klagt CDU-Fraktionschef Dietrich Wersich. „Die Situation hat sich weiter verschlechtert.“ Marcel Schweitzer vom Steuerzahlerbund fordert einen runden Tisch mit Bürgermeister Olaf Scholz (SPD).


Am Donnerstag gibt’s den nächsten Gipfel zwischen Stadt und Hochtief. Dass die Elbphilharmonie wie zuletzt geplant im Sommer 2014 eröffnet, ist wohl fast ausgeschlossen.

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Datum:  4.11.2011
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