Der Sheriff hat wieder zugeschlagen. Drei Tage lang machten Hamburger ihrem Ärger über den Anti-Obdachlosen-Zaun mit Bannern und Kränzen Luft – am Montag ließ Bezirksamtsleiter Markus Schreiber (SPD) das Areal unter der Kersten-Miles-Brücke säubern.
Am Mittag entfernten Mitarbeiter des Bezirks Mitte und der Stadtreinigung alle Protestplakate, kehrten die Blumen in die Tonne. Für die Verwaltung ein logischer Schritt: „Wie nach jeder Demo werden die Reste später entfernt“, so Bezirkssprecher Lars Schmidt-von Koss.
Die Protestplakate hätten schon am Freitag abgehängt werden können, doch man habe eine Gnadenfrist gewährt. Schmidt-von Koss: „Wir sind daran interessiert, zu einer sachlichen Diskussion über den Zaun zurückzukommen.“
Die Opposition schäumt allerdings über die Reinigungsaktion, für die Linke handelt Schreiber „demokratiefeindlich“. Am Montag diskutierte auch die SPD-Bürgerschaftsfraktion über den Zaun. Mehrere Abgeordnete halten das Vorgehen für „unangemessen“.
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