Abriss oder Sanierung? Das ist die Frage bei den „Esso-Häusern“ am Spielbudenplatz (St. Pauli), für deren Erhalt eine Anwohner-Initiative kämpft. Jetzt gab es einen runden Tisch zum Thema.
Nach Anwohner-Protesten hatte vor einem Jahr Jürgen Büllesbach vom Eigentümer „Bayerische Hausbau“ erklärt, man werde prüfen, ob eine Sanierung und zusätzliche Bebauung statt eines Neubaus „städtebaulich und wirtschaftlich darstellbar ist“
Am Montagabend trafen sich Investor, Initiative und Politik zu einem runden Tisch. Dabei wurde verabredet, dass man sich innerhalb der nächsten drei Wochen gemeinsam auf einen Gutachter einigen will. Der soll auch klären, ob es möglich ist, die Häuser im bewohnten Zustand zu sanieren – eine Forderung der Initiative. SPD-Stadtentwicklungsexperte Andy Grote sprach von einem „guten Einstieg“. Die „Initiative Esso-Häuser“ bezeichnete den runden Tisch als „sinnvoll“.
Für Irritation sorgte aber der Entwurf eines Aufhebungsmietvertrags. Den hatte auch die „Mieter helfen Mietern“-Juristin Christiane Hollander als Vertreterin von Bewohnern der Häuser erhalten. Der sei keine Diskussionsgrundlage und sehr „ärgerlich“, so Hollander. „Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es gar keinen Grund, einen solchen Aufhebungsvertrag zu schließen.“ Der derzeit geltende Bebauungsplan sehe weder Abriss noch Neubau vor.
Bernhard Taubenberger, Sprecher der „Bayerischen Hausbau“, betonte, es habe sich nur um einen ersten Entwurf gehandelt. Und der sei „alles andere als hinreichend“ gewesen.
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