900 städtische Wohnungen sollten im Karoviertel verkauft werden – das hat die SPD gestoppt. Stattdessen soll die SAGA die Gebäude übernehmen, die Mieten sollen mindestens 20 Jahre kaum steigen.
Seit 23 Jahren wird das Karoviertel umfassend saniert. Derzeit liegen die Mieten im Schnitt bei 6,50 Euro pro Quadratmeter, die Wohnungen werden von der privatisierten „Steg“ verwaltet. Ab 2012 wäre ein Verkauf möglich gewesen.
Um die Verdrängung der Mieter zu verhindern, hat die SPD beschlossen, die Gebäude der SAGA zu übertragen. Die Verwaltung soll weiterhin die „Steg“ wahrnehmen.
„Wir wollen verhindern, dass es zu drastischen Mietsteigerungen kommt wie in anderen Teilen von St. Pauli und im Schanzenviertel“, erklärt SPD-Stadtentwicklungsexperte Andy Grote den gestern in die Bürgerschaft eingebrachten Antrag. „Mit dem hohen Anteil von mehr als 900 städtischen Wohnungen – das ist jede dritte – schaffen wir hier die größte zusammenhängende 'Insel' an bezahlbarem Wohnraum im gesamten innerstädtischen Bereich!“
Mit der SAGA wird ein Vertrag geschlossen, der „mindestens für die nächsten 20 Jahre nur geringe Mietsteigerungen zulässt“. Möglich sei auch, dass Mietergenossenschaften die Wohnungen erwerben. Dafür soll es ein spezielles Förderprogramm der Wohnungsbaukreditanstalt geben.
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