Nachdem die MOPO über die Wildtierhaltung in Zirkussen berichtet hatte, will Hamburg sich nun im Bundesrat für ein Verbot bestimmter Tierarten in Zirkussen stark machen.
Der SPD-geführte Senat beschloss am Dienstag eine entsprechende Initiative, mit der eine Haltung von Affen, Elefanten, Großbären, Giraffen, Nashörnern und Flusspferden untersagt werden soll.
Die Länderkammer habe zwar bereits 2003 eine Entschließung zum Verbot der Haltung bestimmter wildlebender Tierarten im Zirkus gefasst, geschehen sei daraufhin jedoch nichts, erklärte die Hamburger Verbraucherschutzbehörde.
Bis heute habe trotz mehrmaliger Aufforderung keine der seither amtierenden Bundesregierungen reagiert.
Durch enge Käfige und Fahrt-, Auf- und Abbauzeiten fehle den Tieren die artgerechte Bewegung, betonte Verbraucherschutzsenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). „Den daraus entstehenden Leiden der Tiere, wie auch Erkrankungen oder Verhaltensstörungen, können wir nur durch ein generelles bundesweites Haltungsverbot entgegengetreten.“
Der Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion Martin Schäfer sagte zum Beschluss, es sei sehr gut, dass der Senat den Bürgerschaftsbeschluss nun auf den Weg bringe.
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