Ein Doppelbett. Die Kissen sind verstreut. Und blutig. Das Blut des Terror-Fürsten.
In diesem Bett soll Osama bin Laden den tödlichen Kopfschuss erhalten haben...
Das Bett steht in seiner Villa in der pakistanischen Stadt Abbottabad. Einheimische nannten das Haus „Waziristan Mansion“ – es hieß, es gehöre jemandem aus der Unruheprovinz Waziristan. Dort wohnte Bin Laden gemeinsam mit einem Bruder. Während die Welt rätselte, ob er wohl in einer Berghöhle oder wie einst Saddam Hussein in einem Erdloch haust, lebte er prächtig.
Die vor rund zehn Jahren erbaute Villa mit mehreren Anbauten und Sonnenterrasse liegt in einer adretten Wohngegend, in der einige der Top-Militärs Pakistans wohnen. Ein Ghetto der Generäle, eine Hochsicherheitswohnlage. Straßensperren sind im Stadtteil Bilal Town an der Tagesordnung, Pakistans Armee und Geheimdienst haben alles im Auge.
Bin Laden lebte hier auf einem 2500 Quadratmeter großen Grundstück, hinter vier Meter hohen Mauern und Sichtschutzwänden, schwer gesichert und von bewaffneten Sicherheitsleuten bewacht.
Ohne Internet, damit ihn niemand orten kann. Und in Sichtweite von Pakistans prestigeträchtiger Militärakademie. Warum er sich hier verstecken konnte – Pakistans Machthaber haben viel zu erklären..
Dem amerikanischen Sender ABC News ist es gelungen, erste Bilder aus Osamas Versteck zu bekommen.
Nach neuesten Erkenntnissen soll Bin Laden kurz vor seiner Tötung durch US-Soldaten von einer weiblichen Person namentlich identifiziert worden sein. Dabei soll es sich um die Ehefrau des Terroristen-Führers gehandelt haben.