Eine Woche hielt er stand. Nicht der Zaun – der steht immer noch – sondern Mitte-Bezirksamtsleiter Markus Schreiber (SPD). Nachdem sich auch seine eigene Partei und der Senat gegen das Obdachlosen-Bollwerk stellten, übt sich Schreiber in Schadensbegrenzung.
„Ich würde jetzt erst mal keine Zäune mehr aufstellen“, sagte Schreiber zur MOPO. Die Symbolik des 18.000 Euro teuren Stahlzauns habe er eindeutig unterschätzt.
Heute soll es noch mal ein klärendes Gespräch mit SPD-Fraktionschef Andreas Dressel geben. Schreiber selbst hofft, dass der geplante „Runde Tisch“ nächste Woche tagen kann – und der Synodenpräsident der Nordelbischen Kirche, Hans-Peter Strenge, als Vermittler dabei ein Ergebnis erzielt, das einen gesichtswahrenden Abbau des Zauns ermöglicht.
Einen Abbau vor Beginn der Gespräche, wie von Vertretern der Obdachlosenzeitung „Hinz&Kunzt“ gefordert, lehnt Schreiber weiter ab.
In der Frage, ob der Zaun gegen den Denkmalschutz verstößt, traut sich das zuständige Amt immer noch nicht, eine eindeutige Antwort zu geben. Kulturbehördensprecher Stefan Nowicki: „Die Frage, ob das ein Denkmalschutz-Thema ist, ist eine politische Frage.“
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