Er ist Rechtsanwalt, Primarschulhasser und nun Bürgerschaftsabgeordneter: Walter Scheuerl, der mit seiner Initiative „Wir wollen lernen“ die Schulreform verhinderte und danach über ein CDU-Ticket ins Parlament einzog, hatte gestern seinen ersten großen Auftritt in der Bürgerschaft. Prompt sorgte er für ungewohnte Stimmung unter den Abgeordneten.
Denn Scheuerl zog es vor, mit Angriffen auf die Schulbehörde zu punkten, statt inhaltlich zu argumentieren. „Die Schulbehörde ist ein rot-grünes Filzkissen. Man muss dort aufräumen und sich von Beamten trennen, die rechtswidrig befördert wurden“, so Scheuerl. Zudem würden in der Schulbehörde viele „Hotzenplötze sitzen“.
Von einem Zwischenrufer zu weniger Arroganz ermahnt, rief Scheuerl Bildungssenator Ties Rabe (SPD) zu: „Wenn Sie Hilfe brauchen, Sie wissen ja, wo Sie sie finden.“
Ein ungewöhnlicher Auftritt. Doch Scheuerl ist für seine Art, Leute vor den Kopf zu stoßen, bekannt. Selbst als die CDU ihn während des Wahlkampfs auf einen sicheren Listenplatz setzte, sagte er: Eintreten würde er in eine solche Partei aber nicht. Nun sitzt er für die CDU im Parlament. (pin)
Barmbek oder Blankenese, Eimsbüttel oder Eppendorf: Machen Sie den Test, welcher Hamburger Stadtteil am besten zu Ihnen passt!
So wird der Kiez-Abend ein Erfolg: MOPO.DE zeigt Ihnen zehn lustige Party-Anwendungen für das Smartphone.