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Ramsauers Pläne: Höhere Bußgelder für „Kampf-Radler“?

Bundesverkehrminister Peter Ramsauer (CSU).
Bundesverkehrminister Peter Ramsauer (CSU).
 Foto: dapd

Der Krieg auf der Straße: Auto-Rambos, Motorrad-Raser, bei Rot laufende Fußgänger. Und „Kampf-Radler“. So nennt Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) rücksichtslose Zweiradfahrer – und will ihnen an den Kragen gehen.

Er habe beobachtet, wie Radler selbst unter den Augen von Polizisten rote Ampeln und jede Verkehrsregel missachteten, sagte Ramsauer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Polizei sei manchmal einfach überfordert, „der Verrohung dieser Kampf-Radler endlich Einhalt zu gebieten.“

Was er konkret will, lässt Ramsauer offen. Unseren Informationen zufolge lässt er aber gerade prüfen, die Bußgelder für Verstöße mit dem Rad auf das Niveau der Autofahrer anzuheben. Das hieße zum Beispiel: Radler müssten für Handy-Verstöße 50 statt bisher 25 Euro und für eine Fahrt bei Rot (über einer Sekunde) 200 statt 100 Euro zahlen.

Während sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) gegen Ramsauers Kritik wehrt, kriegt der Minister von anderen Experten Rückendeckung. „Es gibt eine Tendenz zur Verrohung“, sagt uns Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft.

„In Städten wie Berlin reicht es schon lange nicht mehr, sicher den Gehweg auf der anderen Seite zu erreichen. Fast überall lauert dann nämlich ein aggressiver Radfahrer.“

Wendt fordert neben mehr Personal für Prävention und der Einführung eines Fahrradführerscheins für Kinder und Jugendliche eine Kennzeichenpflicht für Fahrradkuriere:

„Viele von ihnen rasen und drängeln wie die Verrückten. Man wird außerdem sogar noch beschimpft, wenn man als normaler Radfahrer an einer roten Ampel stehen bleibt. Ich verstehe nicht, warum man diejenigen, die ein Gewerbe anmelden, nicht auch mit einem Versicherungskennzeichen ausstattet. Damit hätten wir schon einige Härtefälle erfasst.“

Was meinen Sie? Sollen „Fahrrad-Rambos“ härter bestraft werden?

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