Präsidenten-Affäre

„Spiegel“: Familie Wulff lud Privatgäste zum Nord-Süd-Dialog ein

Bundespräsident Christian Wulff und seine Frau Bettina am 12. Januar in Berlin. Die Wulffs sollen auch private Gäste zum umstrittenene Nord-Süd-Dialog eingeladen haben.
Bundespräsident Christian Wulff und seine Frau Bettina am 12. Januar in Berlin. Die Wulffs sollen auch private Gäste zum umstrittenene "Nord-Süd-Dialog" eingeladen haben.
Foto: Getty Images

Neue Vorwürfe in der Affäre um Bundespräsident Christian Wulff: Der CDU-Politiker und seine Frau Bettina haben einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ zufolge 2009 Eintrittskarten zum sogenannten Nord-Süd-Dialog auch privaten Freunden zukommen lassen.

Das gehe aus Dokumenten hervor, die sich auf dem Dienstcomputer von Wulffs Ex-Sprecher Olaf Glaeseker befunden hätten.

Ermittler fanden demnach E-Mails von Bettina Wulff. Darin nennt sie dem Büro ihres Mannes Personen, die noch eingeladen werden sollten - darunter ihre beste Freundin und deren Mann. Zudem bat Bettina Wulff, die 2009 in der Presseabteilung der Drogeriemarktkette Rossmann tätig war, für die Dialog-Veranstaltung um eine Einladung für einen Arbeitskollegen.

Auch einen früheren Mitstreiter bei der Continental AG ließ die heutige First Lady demnach einladen. Ebenso wurden die Bremer Marc und Jens Brune eingeladen, Eigentümer des Hotels Seesteg auf Norderney. Die Wulffs haben dort wiederholt Urlaube verbracht.

Bisher hat Wulff erklären lassen, die Party sei eine Privatveranstaltung des Eventmanagers Manfred Schmidt gewesen. Gegen Glaeseker und Schmidt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Bestechung.

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Datum:  4.2.2012
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