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Parteitag in Hannover: CDU bejubelt ihren Super-Star Merkel

Angela Merkel wurde zum 7. Mal zur CDU-Chefin gewählt.
Angela Merkel wurde zum 7. Mal zur CDU-Chefin gewählt.
Foto: dpa

„Ich bin platt!“ Man durfte Angela Merkel diesen Satz durchaus abkaufen. Fast 98 Prozent hatte sie gerade erhalten.

Zum siebten Mal wurde die Kanzlerin zur CDU-Chefin gewählt. Noch nie war ihr Ergebnis so gut. Der Parteitag von Hannover – eine Merkel-Messe.

Günter-Helge Strickstrack aus Celle, 91 Jahre alt, sitzt in einem weißen Sessel im Hallen-Foyer und blickt 62 Jahre zurück: „Niemals hätte ich mir damals vorstellen können, dass die CDU einmal über die steuerliche Gleichstellung von homosexuellen Paaren diskutieren würde.“

Strickstrack war beim Gründungsparteitag der CDU 1950 dabei, und auch jetzt kommt er immer noch jedes Jahr. Seine Partei habe sich immer wieder gewandelt, sagt er. Nicht jede Wende fand er gut. Aber wenn er über Angela Merkel spricht, gerät Strickstrack ins Schwärmen.

Wie der rüstige Strickstrack sahen das am Dienstag offenbar fast alle im Saal. 903 von 922 Delegierten machten Merkel im Jahr vor der Bundestagswahl wieder zur CDU-Chefin (97,94%). Ein Ergebnis, das deutlich besser war als erwartet (2010: 90,4%) und das zeigt, wie sehr sich die Christdemokraten auf Merkel eingeschworen haben. 7 Minuten und 45 Sekunden Applaus spendeten sie ihrer Vorsitzenden. Auch das, verbreiteten Parteileute, sei neuer Rekord.

Den stehenden Beifall gab es für eine Rede, die wenig Neues und viel Selbstlob enthielt. Niedrigste Arbeitslosigkeit seit 1990, höchster Stand der Erwerbstätigkeit überhaupt, Tempo beim Schuldenabbau, hohes Wirtschaftswachstum – wie letzte Woche im Bundestag begründete sie so ihren überraschenden Satz: „Die christlich-liberale Regierung ist die beste Bundesregierung seit der Wiedervereinigung.“

Wie stark Merkels Wahlergebnis ist, lässt sich gut an des Resultaten ihrer fünf Stellvertreter ablesen. NRW-Chef Armin Laschet (67%), Sozialministerin Ursula von der Leyen (69%) und der Baden-Württemberger Thomas Strobl (68%) erhielten einen Dämpfer. Nur Hessen-Ministerpräsident Volker Bouffier (83%) und die Pfälzerin Julia Klöckner (93%) konnten zufrieden sein.

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