Sie ist seine Herzdame, aber nicht seine Ehefrau. Daniela Schadt, 52 Jahre alte Chefin des Ressorts Innenpolitik bei der „Nürnberger Zeitung“, und Joachim Gauck (72) sind seit 2000 ein Paar. Wird der neue Bundespräsident die kommende First Lady beim Einzug ins Schloss Bellevue auch heiraten? „Schnelle Heirat ausgeschlossen, spätere nicht unbedingt“, sagte Gauck vor zwei Jahren.
Jetzt fordert allerdings mit Nobert Geis (CSU) ein Politiker Gauck öffentlich dazu auf den Bund der Ehe einzugehen. Eine Blitzhochzeit vorm Einzug auf Schloss Bellevue wird’s indes nicht. Noch ist Gauck von seiner ersten Gattin Gerhild – sie trennten sich 1991 – nicht geschieden.
Deutschlands künftiges Staatsoberhaupt und seine große Liebe leben in wilder Ehe – und nicht mal zusammen. Sie führen eine Wochenendbeziehung, mal kommt er zu ihr nach Nürnberg, mal sie nach Berlin. Die Klassik-Liebhaberin, die gern und viel lacht, und Joachim Gauck lernten sich kennen, als er in Nürnberg einen Vortrag hielt.
Was sie an ihm schätzt und liebt? „Das Schöne an Joachim Gauck ist, dass er wirklich mutig ist, dass er nicht flau ist, dass er begeisterungsfähig ist.“ Und warum hat er sein Herz an sie verloren? Sie ist sportlich, gebildet, studierte Germanistik, französische Literatur, Politikwissenschaften. Ihre Kollegen beschreiben Daniela Schadt als humorvoll, herzlich und fleißig. Die neue Dienstvilla in Berlin-Dahlem werden sie gemeinsam beziehen. Gauck: „Aus der Fernbeziehung wird eine Nahbeziehung.“ Als Ehepaar? „Sie freut sich, alles, was das Amt braucht, als Begleiterin zu leisten.“