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MOPO-Interview mit Familienministerin: Kristina Schröder: "Ich werde als Rabenmutter beschimpft"

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (34, CDU)
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (34, CDU)
 Foto: dpa

In ihrem Büro liegt eine Krabbeldecke für Töchterchen Lotte Marie (10 Monate), auf dem Schreibtisch ein Berg voll Arbeit. Wir trafen Familienministerin Kristina Schröder (34).

MOPO: Frau Schröder, wollen Sie das Betreuungsgeld?

KRISTINA SCHRÖDER: Der Koalitionsausschuss hat das Betreuungsgeld beschlossen und so lange er daran festhält, halte ich an meinem Auftrag fest, einen Vorschlag zu entwickeln.

MOPO: Ist es gerecht, dass Hartz-IV-Familien  ausgeschlossen werden sollen?

KRISTINA SCHRÖDER: Bei Details bitte ich Sie um Verständnis, bis der Entwurf vorliegt.

MOPO: Bis zu zwei Milliarden Euro kostet das Betreuungsgeld. Das entspricht etwa 150 000 Kita-Plätzen. Wäre das Geld dort nicht besser aufgehoben?

KRISTINA SCHRÖDER: Es ist existenziell für die Wahlfreiheit, dass der Kita-Ausbau vorangetrieben wird. Deswegen haben wir ja einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab 2013 vereinbart. Es ist eine riesige Anstrengung für Bund, Länder und Kommunen, das  auch hinzubekommen. Und da sage ich klar: Wenn die Länder das Gefühl haben, dass es nicht funktioniert, dann müssen sie es jetzt sagen. Nur dann kann der Bund noch helfen.

MOPO: Stichwort Frauenquote –  sie wollen keine feste.  Aber die Lage für Frauen, in Top-Positionen zu kommen, ist doch weiterhin miserabel ...

KRISTINA SCHRÖDER: Ich habe es schon verbessert, in dem ich mit allen Dax-30-Unternehmen eine individuelle Vereinbarung ausgehandelt habe, in der sich die Firmen bekennen, bis zu einem festen Zeitpunkt innerhalb der nächsten Jahre eine konkrete Zahl von Frauen in Führungspositionen zu erreichen.

MOPO: Ihr neues Buch lautet „Danke, emanzipiert sind wir selber“.  Das klingt wie eine Kampfansage an Feministinnen.

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