Neue Studie

Mehr Schaden, als Hilfe: Kahlschlag bei 1-Euro-Jobs

Laut einer neuen Studie schaden Ein-Euro-Jobs mehr, als dass sie helfen.
Laut einer neuen Studie schaden Ein-Euro-Jobs mehr, als dass sie helfen.

Jetzt also doch: Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) will Ein-Euro-Jobs massiv abbauen. Dabei stützt er sich auf ein neues Gutachten, wonach die Arbeitsgelegenheiten Langzeitarbeitslosen mehr schaden als nutzen.

Ohne Ein-Euro-Job schaffen es die meisten Arbeitslosen häufiger und schneller in reguläre Arbeit: Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsförderung.

Die Gutachter empfehlen, nur noch 1200 Arbeitsgelegenheiten zu fördern. Derzeit gibt es in Hamburg 6000, Scheele will radikal kürzen.

Bereits im Frühjahr hatte es eine lange Debatte gegeben, weil wegen sinkender Bundesmittel Tausende Ein-Euro-Jobs abgebaut werden sollten. Nach Protesten sprach der Senat von einem „Missverständnis“ und stoppte den Kahlschlag. Scheele hat aber nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er gegen Ein-Euro-Jobs ist. Das Gutachten kommt ihm daher zupass.

Bis 2013 sinken die Mittel für Arbeitsmarktförderung laut Sozialbehörde gegenüber 2011 von 134 auf 89 Millionen Euro. Scheele will das Geld primär für Aus- und Fortbildungen nutzen. Ein-Euro-Jobs soll es nur in Verbindung mit sozialen Beratungsangeboten geben. Die Zahl der Stellen wird wohl auf 2000 bis 3000 mehr als halbiert. Konkretes will Scheele Ende August präsentieren.

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Datum:  22.7.2011
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