Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 

Irre Hitliste: Das liebt die britische „Sun“ an Deutschland

O'zapft is: Das Oktoberfest gehört für die britische „Sun“ zu den besonders liebenswerten deutschen Eigenheiten.
O'zapft is: Das Oktoberfest gehört für die britische „Sun“ zu den besonders liebenswerten deutschen Eigenheiten.
 Foto: dpa

Britische Zeitungen schießen bekanntlich gerne mit harten Bandagen gegen Deutschland. Immer wenn's passt, kramen sie dazu Weltkriegsvokabular hervor, bevorzugt bei Fußballturnieren.

Dass die Briten auch anders können, beweist ausgerechnet die „Sun“: Sie hat eine Liste mit zehn Gründen veröffentlicht, Deutschland zu lieben.

Der Artikel hat eine Vorgeschichte: Am Mittwoch hatte Großbritanniens Premierminister David Cameron eine Volksabstimmung über einen EU-Austritt angekündigt.

Das veranlasste die „Bild“-Zeitung am gleichen Tag zu ihrer Schlagzeile „Bitte geht nicht, ihr seid so schön crazy!“ Man brauche den britischen Eigensinn statt eines Einheitseuropas.

Das überraschte die Journalisten der „Sun“, die nach eigener Aussage von den Deutschen eher ein fröhliches „Und tschüss!“ erwartet hatten. Zwar seien manche Gründe des deutschen Blattes wenig einfühlsam gewesen, etwa Prinz Harrys häufige Fremdschämauftritte oder das Benehmen krebsroter Briten im Urlaub. Andererseits werde aber der britische Humor gepriesen, so Rowan Atkinsons Mr. Bean und Sacha Baron Cohens Borat.

Das mögen die „Sun“-Journalisten an uns

Das war den Briten Anlass genug, eine eigene Aufstellung zu machen, warum sie Deutschland lieben. Auf dem ersten Platz wird gleich unsere Wertarbeit gelobt: „Vorsprung durch Technik: Wir lieben Audi, BMW, VW und Mercedes.“

Die weiteren Gründe, warum wir eigentlich doch liebenswert sind: Heidi Klum und Claudia Schiffer, Jägermeister, Rudi Völlers Haarpracht, die Band Kraftwerk, das Oktoberfest, Boris Becker, Karl Lagerfeld, Turnschuhe von Puma und Adidas. Sogar Aldi und Lidl werden aufgezählt.

Nur in einem Punkt hat die „Sun“-Redaktion offenbar Probleme: Die „Bild“-Zeitung hatte einen Satz des früheren englischen Nationalspielers Gary Lineker (52) zitiert, der nach dem verlorenen WM-Halbfinale 1990 gegen die DFB-Elf jammerte: „Fußball ist ein Spiel, bei dem 22 Spieler hinter einem Ball herjagen und am Ende gewinnt immer Deutschland.“

Das wollen die Briten so nicht gelten lassen und geben den dezenten Hinweis: „Ähm. Wembley '66?“

Weitere Meldungen Politik & Wirtschaft
Herbert Grönemeyer während des Konzerts für Weltoffenheit und Toleranz auf dem Neumarkt in Dresden (Sachsen). Mit dem Bürgerfest und prominenten Stars kämpft Dresden gegen das Image als Pegida-Hochburg.

Musik statt Demonstration. Im Schatten der Frauenkirche tanzen Menschen jeglicher Herkunft zu Sambaklängen, Rock und Pop. Sie wollen zeigen: Wir sind bunt und weltoffen!  mehr...

Mindestens zehn Menschen kamen ums Leben.

Beim Absturz eines griechischen Kampfflugzeugs auf einem Luftwaffenstützpunkt in Spanien sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen.   mehr...

Sicherheitskräfte suchen den Rasen vor dem Weißen Haus ab.

Wie der Secret Service mitteilte, handelte es sich um einen Quadrocopter, also einen Hubschrauber mit vier Rotoren. Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle sind derzeit auf Besuch in Indien - doch die Töchter Malia und Sasha sind zu Hause.  mehr...

Kommentare
Zwischen 21 Uhr und 8 Uhr können Sie hier keine Kommentare schreiben. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Aktuelle Videos