Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 

Hohe Arbeitslosigkeit: Neuer EU-Plan: Jobgarantie für alle Jugendlichen

Keine Hoffnung auf Jobs: Wütende Jugendliche demonstrierten in Madrid  gegen die Sparpolitik der Regierung Rajoy.
Keine Hoffnung auf Jobs: Wütende Jugendliche demonstrierten in Madrid gegen die Sparpolitik der Regierung Rajoy.
Foto: dpa

Sie gilt als die „verlorene Generation“: 57 Prozent der griechischen Jugendlichen unter 25 Jahren haben wegen der dramatischen Wirtschaftskrise keinen Job, in Spanien (55,9 %) sieht es ähnlich düster aus. Jetzt greift die EU zu radikalen Maßnahmen.

7,5 Millionen unter 25 sind ohne Job und Ausbildung, 5,5 haben einen Beruf gelernt, aber keine Arbeit. Eine „Jugendgarantie“ soll jedem binnen vier Monaten eine Beschäftigung bringen. Das sieht der Plan vor, den EU-Arbeitskommissar Laszlo Andor am Mittwoch präsentieren will.

• Die EU-Mitgliedsstaaten sollen garantieren, dass Jugendliche unter 25 binnen vier Monaten nach Ende der Ausbildung oder Verlust des Jobs eine neue Stelle, einen neuen Ausbildungs- oder Praktikumsplatz erhalten.

Die „Garantie“ ist nicht verbindlich, das haben wohl Großbritannien und Schweden verhindert. Wie die Staaten sie umsetzen, ist offen.

• Vorbild ist offenbar Österreich, das bereits eine „Ausbildungsgarantie“ hat. Dort erhalten derzeit über 10.000 Jugendliche, die weder einen Job noch einen betrieblichen Ausbildungsplatz gefunden haben, einen Platz in einem staatlichen Ausbildungsprogramm. Ähnliche Regelungen haben oder planen die Niederlande, Norwegen, Finnland und Luxemburg.

• Was kostet das? Rund 150 Milliarden Euro pro Jahr, schätzt die EU. Das Geld für die Programme sollen die EU-Staaten größtenteils selbst aufbringen – die EU bietet aber eine Co-Finanzierung über den Europäischen Sozialfonds an.

Die Kosten für Deutschland belaufen sich laut Bertelsmann-Stiftung auf 1,5 Milliarden Euro pro Jahr – was durch den volkswirtschaftlichen Nutzen wieder aufgewogen würde.

comments powered by Disqus
Weitere Meldungen Politik & Wirtschaft
Johannes Kneifel (32) war Neo-Nazi und ist jetzt Pastor.

Johannes Kneifel (32) war Neo-Nazi. Im Alter von 17 Jahren schlug er einen Mann so brutal zusammen, dass er starb. Kneifel musste ins Gefängnis – jetzt ist er Pastor.  mehr...


Als Barack Obama bei den Kongresswahlen in einem Wahllokal in Chicago seine Stimme abgeben wollte, bekam er einen Spruch reingedruckt, den er so wohl schon lange nicht mehr gehört haben dürfte.  mehr...

Derzeit flattern hunderte gefälschte Youporn-Abmahnungen in deutsche Briefkästen.

Derzeit sind hunderte Briefe unterwegs, in denen von vermeintlichen Youporn-Nutzern 280 Euro Schadensersatz gefordert wird. Doch diese Schreiben sind aufwendige Fälschungen!  mehr...

Aktuelle Videos