Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) sieht die US-Militäraktion gegen Osama bin Laden, bei der der Top-Terrorist getötet wurde, kritisch. „Zum einen ist es ganz eindeutig ein Verstoß gegen das geltende Völkerrecht“, sagte Schmidt bei der ARD-Sendung „Beckmann“, die am Montagabend ausgestrahlt wurde. Zum anderen könne die Aktion angesichts der Unruhen in der arabischen Welt zu Folgewirkungen führen, „die man im Augenblick nicht wirklich übersehen kann“.
Zwar habe er volles Verständnis für den Triumph der Amerikaner. Andererseits könne er nicht daran vorbei sehen, „dass die Tötung dieses Mannes auf dem Boden des souveränes Staates Pakistan eine zweischneidige Sache ist.“
US-Präsident Barack Obama hatte den Tod des Al-Kaida-Chefs am frühen Montagmorgen deutscher Zeit bekannt gegeben. Ein US-Kommando habe den Angriff am Sonntag ausgeführt. Die USA sehen bin Laden als den Drahtzieher der verheerenden Terroranschläge vom 11. September 2001 mit Tausenden Toten.
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