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Ex-Griechen-Premierminister: 550-Millionen-Coup in der Schweiz?

Wehrt sich gegen die Steuerflucht-Vorwürfe: Giorgos Papandreou (60)
Wehrt sich gegen die Steuerflucht-Vorwürfe: Giorgos Papandreou (60)
 Foto: dapd

Er wollte als eiserner Besen mit der Korruption in Griechenland aufräumen. Jetzt steht Giorgos Papandreou selbst unter Verdacht.

Der Familien-Clan des Ex-Premierministers (2009-11) soll eine halbe Milliarde Dollar in der Schweiz versteckt haben, angeblich unter einem Decknamen seiner Mutter Margaret (89).

Das berichtet die „Financial Times“. Sie beruft sich auf die griechischen Wochenblätter „To Vima“ und „Proto Thema“. Kronzeuge ist dabei Nikos Lekkas, Vizechef der Steuerpolizei. Reiche Griechen haben bis zu 50 Milliarden ins Ausland geschafft, vermutet er.

Jetzt geht es um das größte Konto mit 550 Millionen Dollar auf der sogenannten „Lagarde-Liste“. Die Auflistung von 2000 griechischen Steuerhinterziehern hatte Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds, 2010 an Athen übergeben – ausgerechnet an den Finanzminister der Regierung Papandreou.

Hinter dem Decknamen „Maria Panteli“ könnte sich Papandreous Mutter Margaret verbergen, so die Vermutung. Das könnte erklären, warum die Lagarde-Liste damals in der Schublade verschwand und die Steuerfahndung nicht informiert wurde.

Die Familie streitet alles ab. „Warum nur diese Lügen, warum nur diese Angriffe“, schimpfte Margaret Papandreou. Der Ex-Premier selbst sprach von einem Versuch, seinen Kampf gegen die Korruption zu diskreditieren.

Unklar ist, woher das Geld stammen könnte. Margaret Papandreou wurde 1989 vom legendären PASOK-Chef und Premier Andreas Papandreou geschieden. Scheidungsgrund: die üppige Stewardess Dimitra Liani. 1989 war Andreas Papandreou in den Skandal um die Bank von Kreta verwickelt und wurde im Parlament der Korruption beschuldigt. Es ging damals um 200 Millionen Dollar, die in den Kanälen der PASOK versickert sein sollen. Am Ende konnte aber nichts beweisen werden.

Der Sohn Giorgos Papandreou steht im Verdacht, sein Insiderwissen über das wahre Ausmaß der griechischen Pleite für Spekulationen mit Kreditausfallversicherungen (CDS) genutzt und dabei Millionen verdient zu haben. Bewiesen ist davon aber nichts. Papanderous offizielles Vermögen: eine Villa, 61.000 Euro.

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