Es will einfach kein Ende nehmen. Schon ein halbes Dutzend Mal wurde das Eröffnungskonzert in der Elbphilharmonie verschoben – laut Hochtief wird es nun erst 2014 so weit sein. Und einen Tag nach der Hiobsbotschaft stellt sich heraus: Der Albtraum könnte sogar noch länger dauern.
„Der Zeitplan steckt voller offener technischer Fragen und Annahmen“, sagt Hochtief-Sprecher Bernd Pütter zur MOPO. „Wir müssen auf Entscheidungen der Stadt warten. Wenn nichts passiert, sind auch weitere Verzögerungen nicht ausgeschlossen.“
Mit Entscheidungen ist in den nächsten Wochen aber kaum zu rechnen, erst muss sich die neue SPD-Regierung einfinden. Im Klartext bedeutet das auch neue Millionenkosten. Denn: Durch jeden Monat bis zur Fertigstellung steigen die Baukosten, zusätzlich entgehen der Stadt Einnahmen durch Konzerte und Besucher im geplanten Fünf-Sterne-Hotel.
Dass die Stadt mit weniger als 400 Millionen Euro Gesamtkosten für die Elbphilharmonie davonkommt, glaubt in der verantwortlichen Kulturbehörde kaum noch jemand. Offiziell sind im Moment noch 323 Millionen Euro für das Prestigeprojekt eingeplant.
„Das sind schlechte Nachrichten“, sagt Herbert Leutner von der städtischen Realisierungsgesellschaft zu der Verzögerung – er hofft aber, Hochtief zum Zahlen verdonnern zu können.
Laut Vertrag stehen der Stadt höchstens 40 Millionen Euro vom Baukonzern zu. Das Problem: Erst muss wasserdicht bewiesen werden, dass der Konzern die Schuld an dem Bau-Chaos trägt. Am Ende wird also wohl wieder ein Gericht entscheiden.
Barmbek oder Blankenese, Eimsbüttel oder Eppendorf: Machen Sie den Test, welcher Hamburger Stadtteil am besten zu Ihnen passt!
So wird der Kiez-Abend ein Erfolg: MOPO.DE zeigt Ihnen zehn lustige Party-Anwendungen für das Smartphone.