Das Puzzle hat 252 Teile, ist für Kinder ab acht Jahren, kostet 24,99 US-Dollar und sorgt für einen Riesenskandal:
Denn es zeigt ein Foto des Krematoriums in der KZ-Gedenkstätte Dachau.
Jetzt verlangt die CSU vom Internethändler Amazon den Verkauf zu stoppen.
„Für die Überlebenden des Konzentrationslagers Dachau und die Angehörigen der Opfer ist dies ein Schlag ins Gesicht“, schreibt die Chefin der CSU- Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, dem „Spiegel“ zufolge in einem Brief an das Unternehmen.
Das Puzzle wird von einem privaten Anbieter über die US-Seite von Amazon vertrieben, im deutschen Angebot ist das Produkt allerdings nicht zu finden. Das Dachau-Puzzle ist nicht das einzige Skandal-Angebot des Verkäufers: Der Anbieter verkauft beispielsweise auch ein Puzzle, das den Schriftzug "Arbeit macht frei" zeigt, der am Eingang des Konzentrationslagers Auschwitz angebracht war.
Amazon war am Sonntag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. In den USA lassen sich bei Amazon allerdings eine Vielzahl von Produkten mit NS-Bezug erwerben, etwa Armbinden mit Hakenkreuzen oder Nazi-Abzeichen.