Im Kampf um die Primarschule wurden sie zu erbitterten Feinden: Schulreform-Gegner Walter Scheuerl (Wir wollen lernen) und Stefanie von Berg (Pro Schulreform). Die Kontrahenten kreuzen nun im Rathaus die Klingen. Denn beide werden schulpolitische Sprecher, Scheuerl für die CDU und von Berg für die GAL.
Große Auswahl hat die CDU-Fraktion nicht. Die Schulpolitiker Marino Freistedt und Wolfgang Beuß haben es nicht ins Parlament geschafft und der Schul-Experte Robert Heinemann reißt sich offenbar nicht um das Amt. „Ich werde wohl in den Schulausschuss gehen, aber das Sprecher-Amt übernehme ich nicht“, so Heinemann. Andere Kandidaten sind nicht in Sicht. Offenbar schrecken alle davor zurück, einen Scheuerl im Nacken zu haben, der es dann doch immer besser weiß. Dann lieber ein starker Heinemann als Backup, der hinter Scheuerl die Scherben auffegt.
„Ich kann mir gut vorstellen, schulpolitischer Sprecher zu werden“, sagt Scheuerl freimütig. CDU-Fraktionschef Dietrich Wersich hält sich bedeckt. „Es gibt noch keine Festlegungen vor der Klausurtagung Mitte April.“
Die Situation ist kurios: Ahlhaus und Schira, die Scheuerl als Parteilosen angeworben hatten, haben nichts mehr zu sagen. Nun lenken Männer wie Wersich und Weinberg die CDU, und sie haben für Scheuerl wenig Sympathie.
Bei der GAL war die Wahl von Bergs schnell getroffen. Christa Goetsch kommt als Sprecherin nicht in Frage. Es ist nicht üblich, dass Ex-Senatoren mit ihrem Insiderwissen später als Fachsprecher ihre ehemaligen Behörden unter Beschuss nehmen.
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