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Auch SPD dafür: CDU: Schluss mit Schönheits-OPs für Teenies

Brust-OPs bei Minderjährigen sollen verboten werden.
Brust-OPs bei Minderjährigen sollen verboten werden.
 Foto: ddp (Symbolbild)

Fett absaugen. Brust vergrößern. Lippen spritzen. Laut einer Studie wünschen sich 20 Prozent der 9- bis 14-Jährigen eine Schönheitsoperation. Ein Gesetz soll sie bremsen: Gesundheitspolitiker der Union wollen Schönheitsoperationen bei Minderjährigen verbieten.

Mit Erlaubnis der Eltern sind Beauty-OPs bei unter 18-Jährigen erlaubt. Aber: „Ein Mädchen, das sich zum Geburtstag eine Brustvergrößerung wünscht, weiß meist nicht, welche Folgeschäden dies haben könnte“, warnt Martina Wenker von der Bundesärztekammer.

Schönheitsoperationen an Minderjährigen, „die keine medizinische Grundlage haben“, sollen deshalb generell verboten sein, fordern Union-Experten. Es sei auch bei ordnungsgemäßer Aufklärung nicht sicher, dass sich die Jugendlichen über die Folgen der Entscheidung bewusst sind. Auch die SPD unterstützt eine entsprechende Änderung des Patientenrechtgesetzes.

Unions-Politiker verweisen in ihrem Positionspapier auf Erhebungen, wonach zehn Prozent aller schönheitschirurgischen Eingriffe an unter 20-Jährigen vorgenommen werden.

Martin Spiering von der Vereinigung Deutscher Plastischer Chirurgen widersprach den Zahlen der Union. Lediglich 1,2 Prozent der Schönheits-OPs würden in Deutschland an unter 18-Jährigen vorgenommen. Darunter am häufigsten Eingriffe wie das Anlegen von Ohren, gefolgt von Korrekturen einer weiblich ausgeprägten Brust bei Frauen oder Nasenkorrekturen. Schätzungsweise 1,1 Millionen Deutsche unterziehen sich jedes Jahr einer Schönheitsoperation.

Das Positionspapier der Unions sieht zudem die Einrichtung eines freiwilligen Entschädigungsfonds für Opfer ärztlicher Behandlungsfehler vor. In besonders schweren Fällen sollen Geschädigte so noch vor dem Ende eines Gerichtsverfahrens Schadensersatz erhalten.

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