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7 Minuten und 45 Sekunden: Klatsch-Marathon für Merkel bei CDU-Bundesparteitag

Kanzlerin Merkel lässt sich beim CDU-Bundesparteitag feiern.
Kanzlerin Merkel lässt sich beim CDU-Bundesparteitag feiern.
 Foto: dpa

Der 25. CDU-Bundesparteitag hat am Dienstag in Hannover begonnen.

Knapp ein Jahr vor der Bundestagswahl bestimmen die rund 1001 Delegierten die Parteispitze neu. Kanzlerin Angela Merkel stellt sich zur Wiederwahl als Vorsitzende. Sie führt die CDU seit zwölf Jahren.

Mit Spannung wurde die Applaus-Dauer nach Merkels Eröffnungsrede erwartet.

Handgestoppt waren es 7 Minuten und 45 Sekunden. Das ist rekordverdächtig. Vor allem die vielen Journalisten zählten genau mit.

Und was erzählte die Kanzlerin?

Zur Schuldenkrise

Merkel hat die Bürger angesichts der Euro-Schuldenkrise und der globalen Entwicklung auf weiterhin schwierige Zeiten eingestimmt.

„Es sind turbulente Zeiten. Und manchmal befinden wir uns sogar in schwerer, stürmischer See“, sagte Merkel am Dienstag auf dem CDU-Parteitag in Hannover. Die CDU führe das Land dabei „sicher mit klarem Kompass“.

Merkel nannte als Herausforderungen die Staatsverschuldung, die Nahostkrise, die Energiewende, den demografischen Wandel und den Umgang mit dem Internet, das „Fluch und Segen zugleich“ sei.

Zum Afghanistan-Einsatz

Merkel dankte den deutschen Soldaten in Afghanistan für ihren Einsatz am Hindukusch: „Ich rufe unseren Soldatinnen und Soldaten wie auch allen zivilen Helfern von hier aus einen Gruß des Dankes und des großen Respekts zu.“

Der Einsatz in Afghanistan sei eine der großen Herausforderungen, die Deutschland derzeit zu erfüllen habe. „Wir wissen, welch' schweren Dienst sie um unser aller Sicherheit willen tun. Und wir danken ihnen dafür.“

Zur Frauen-Quote in der Wirtschaft

Die CDU-Vorsitzende verlangt von der Wirtschaft klare Ergebnisse beim Thema Frauen in Führungspositionen: „Meine Geduld bei dem Thema geht zu Ende, ich will jetzt endlich Resultate sehen.“

„Die Unternehmen müssen liefern, sie dürfen unseren Vertrauensvorschuss nicht ausnutzen“, erklärte die Kanzlerin, die sich für die sogenannte Flexi-Quote einsetzt, bei der Unternehmen sich eine individuelle Quote verordnen können.

Ihr könne keiner mehr sagen, dass die Zahl der Frauen die Abitur machen und ein Studium erfolgreich abschließen , höher liege als die der Männer, es aber dennoch mehr männliche Führungskräfte gebe, erklärte die CDU-Vorsitzende.

Zu höheren Mütter-Renten

Merkel wirbt für eine Besserstellung von Müttern bei der Rente, deren Kinder vor 1992 geboren wurden: „Ich weiß, das kostet Geld und das geht nicht von heute auf morgen.“ Man müsse darüber nachdenken, wie man für diese Mütter ein Zeichen setzen könne.

Zeiten der Kindererziehung können in bestimmtem Umfang als Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung angerechnet werden, ohne dass Beiträge gezahlt wurden. Ab dem 1.1.1992 werden drei Lebensjahre als Kindererziehungszeit anerkannt, vor 1992 ist es dagegen nur ein Jahr.

Insbesondere die Frauen-Union dringt seit Jahren auf eine Besserstellung von Müttern, die Kinder vor 1992 geboren haben. Zeiten der Kindererziehung können in bestimmtem Umfang als Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung angerechnet werden, ohne dass Beiträge gezahlt wurden.

Ab dem 1.1.1992 werden drei Lebensjahre als Kindererziehungszeit anerkannt, vor 1992 ist es dagegen nur ein Jahr.

Am Nachmittag wollen die Delegierten Merkel zum siebten Mal in Folge zur Chefin wählen.

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