Paradiese im Umland
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Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 27.6.2012

Bei Pinneberg: Arboretum Ellerhoop : Ein Garten wie ein Gemälde

Von Stephanie Lampert
Schön wie ein Gemälde: Der  Bauerngarten. Weil es viel mehr als Bäume zu bewundern gibt, trägt das Arboretum den Beinamen „Norddeutsche Gartenschau“.
Schön wie ein Gemälde: Der Bauerngarten. Weil es viel mehr als Bäume zu bewundern gibt, trägt das Arboretum den Beinamen „Norddeutsche Gartenschau“.
Foto: Florian Quandt

Ein Garten? Ach, was. Viele Gärten! Ein blauer, ein roter, ein weißer, einer, der aussieht wie in der Toskana, und einer, in dem ein lebensgroßer Dinosaurier grast. Willkommen im Arboretum, dem faszinierenden Baumpark in Ellerhoop (Kreis Pinneberg)!

Es duftet, es leuchtet, es summt und brummt – und an manchen Ecken wächst es wie verrückt: „Die Stangen hier wachsen 48 Zentimeter in zwölf Stunden“, erklärt Arboretum-Mitarbeiter Richard Bischoff und weist auf den himmelhohen „Zauberbambus“ (Phyllostachys vivax).

Der prächtige Mohn wächst hier hoch.
Der prächtige Mohn wächst hier hoch.
Foto: Florian Quandt

Früher stellte auf dem 17 Hektar großen Gelände eine Baumschule ihre Gehölze vor. Daher der Name: „Arbor“ heißt auf Lateinisch „Baum“. Weil es inzwischen viel mehr zu gucken gibt als Bäume, trägt das „Arboretum“ seit 2009 den Beinamen „Norddeutsche Gartenschau“.

„Wir pflanzen pro Jahr 30.000 Sommerblumen“, sagt Richard Bischoff. Berühmt ist das Arboretum aber auch für die größte Pfingstrosensammlung Deutschlands, mit 400 verschiedenen Sorten. Wir schlendern durch den Bauerngarten wie durch ein Gemälde und bewundern den seltenen blauen Mohn.

Verblüffendes wartet hier an jeder Ecke. Etwa der riesige Dinosaurier, der plötzlich am Wegesrand auftaucht. Er steht in jenem Teil der Gartenschau, die ausschließlich mit Pflanzen gestaltet ist, die es zu Zeiten der Dinos gab – etwa den urtümlichen Sumpfzypressen, die mitten im See hinter dem Urviech stehen. Am Ufer liegt ein Stammstück, unfassbare zwölf Millionen Jahre alt.

Das sieht man nicht alle Tage: Blauer Mohn.
Das sieht man nicht alle Tage: Blauer Mohn.
Foto: Florian Quandt

Neben dem Dino-Urwald aus der Braunkohlenzeit liegt ein kleiner Strand, der die Bernsteinzeit symbolisiert: Kinder können im Sand Bernsteine suchen, keine echten, macht aber Spaß.
Immer wieder gibt es versteckte Nischen in den Themengärten, wie im „Garten der Seele“, in dem blaue Blüten vor himmelblauen Platten aus brasilianischem Quarzit leuchten.

Jeden Dienstag ab 16.10 Uhr dreht der NDR hier mit Fernsehgärtner John Langley. Zuschauer willkommen!

Arboretum Ellerhoop, tägl. 10-19 Uhr, Tageskarte 7 Euro, Kinder 2 Euro

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